Moritz Neumann wurde am 23.01.1892 in Burgpreppach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Burgpreppach, Kleinsteinach, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Neumann Meta geb. Grünbaum.
Seine Kinder waren Neumann Irmgard (18.02.1924–1942) und Neumann Erich (22.08.1931–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Moritz Neumann war der Sohn des Lehrers Wolf Neumann und seiner Frau Sofie, geb. Friedemann. Er besuchte die Volksschule in Burgpreppach und absolvierte danach eine Bäckerlehre in Kitzingen. Bis zum Kriegsbeginn arbeitete er als Geselle in verschiedenen Bäckereien. Im 1. Weltkrieg diente er ab November 1914 bis zum Ende 1918 und erhielt die Frontkämpferauszeichnung. Nach dem Krieg arbeitete er zunächst wieder einige Jahre als Bäckergeselle. Am 9.7.1922 heiratete er Meta Grünbaum, zog um zu ihr nach Kleinsteinach und betätigte sich in der Schuhhandlung seiner Schwiegereltern; nebenher betrieb er eine kleine Landwirtschaft. In Kleinsteinach war er zeitweise Vorsteher der jüdischen Gemeinde. Bei der Freiwilligen Feuerwehr war er bis 1933 Spritzenführer. Im Novemberpogrom 1938 wurde er verhaftet und saß 14 Tage im Amtsgericht Haßfurt ein, danach noch im Konzentrationslager Dachau. Nach seiner Entlassung im Dezember 1938 betrieb er erfolglos seine Auswanderung in die USA. Im Jahr 1941 musste er zwangsweise auf dem Haßfurter Bahnhof arbeiten, durfte für den Weg dorthin aber keine Verkehrsmittel benutzen, sondern musste laufen, was ihm wegen Wirbelsäulenbeschwerden sehr schwer fiel. Am 25.4.1942 wurde Moritz Neumann mit seiner Frau und zwei seiner Kinder nach Krasniczyn in Polen deportiert und daraufhin im Raum Lublin ermordet. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Sammlung Cordula Kappner, Zeil a.M., Staatsarchiv Würzburg.