Sofie Neumann geb. Schloß (1875 - 1944)

Sofie Neumann geb. Schloß wurde am 07.07.1875 in Gleicherwiesen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gleicherwiesen, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, Schweinfurt, Würzburg, Bischofsheim, Rhön, Oberelsbach. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Neumann Bernhard, die Ehe wurde am 08.01.1895 in Neustadt a.d. Saale geschlossen.

Sie starb am 1944/45 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Sofie (auch Sophie) Neumann wurde als Tochter des Lederhändlers Simson Schloß und seiner Frau Mathilde, geb. Neumann, am 7. Juli 1875 in Gleicherwiesen geboren. Sie heiratete 1895 den Kaufmann Bernhard Neumann aus Oberelsbach. Aus der Ehe gingen die Kinder Samuel (geb. 1896), Ida (geb. 1897) und Adolf (geb. 1900) hervor. Die Familie zog im Mai 1912 nach Schweinfurt. Sohn Samuel fiel im Ersten Weltkrieg im August 1916 in Thiaumont in Frankreich. Im August 1939 musste das Ehepaar Neumann mit Tochter Ida und Enkel Kurt in die Sammelunterkunft in der Rückertstraße 17 umziehen. Über Würzburg wurde Sofie Neumann am 10. September 1942 mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert. Dort verstarb Bernhard Neumann schon wenige Tage nach der Ankunft. Am 18. Mai 1944 wurde Sofie Neumann in das Vernichtungslager Auschwitz verbracht und dort bald nach ihrer Ankunft ermordet. Sie war Teil der sogenannten Zweiten Maideportation, bei der 2.500 Menschen aus Theresienstadt nach Auschwitz verschafft wurden. Der jüngere Sohn Adolf emigrierte im Dezember 1938 in die USA. Der Tochter gelang im Juni 1941 mit ihrem Sohn die Emigration von Berlin über Lissabon in die USA. Sie folgte ihrem Mann Gustav Schloß, der bereits im Mai 1939 über England in die USA emigriert war.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.