Alexander Schuster wurde am 26.10.1886 in Nordheim vor der Rhön geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Nordheim vor der Rhön, Bad Neustadt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schuster Hanna (Hannchen) geb. Baum (um 1860) und Schuster Seckel (09.05.1848).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schuster Ida geb. Samuel, die Ehe wurde am 1921 geschlossen.
Sein Kind war Schuster Siegbert Gerhard (18.06.1925–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Alexander Schuster war der Sohn des Viehhändlers Seckel Schuster und seiner Frau Johanna Baum. Er und seine Geschwister wurden alle in Nordheim, Haus Nr. 111, geboren: Mayer, genannt Max (geb. 1876), wurde mit seiner Frau deportiert. Siegmund (geb. 1878) gelang am 1. Mai 1939 die Emigration nach London und Josef (geb. 1889) ein paar Tage später. Hier ist nur Großbritannien als Auswanderungsziel bekannt. Samuel (geb. 1881) konnte vor 1933 nach New York auswandern. Der Bruder Karl Schuster (geb. 1883) starb aufgrund der Ereignisse des 10. November 1938. Alexanders Rufname war Alex. Vom Jahr 1893 an besuchte er sieben Jahre die Volksschule in Nordheim. Anschließend absolvierte er eine Kaufmannslehre, die er im Jahre 1903 abschloss. Von 1906 bis 1908 diente er beim 5. bay. Inf. Regiment und am I. Weltkrieg nahm er von 1914 – 1918 teil. Danach betrieb er gemeinsam mit seinem Bruder Karl Schuster einen Viehhandel. Im Jahre 1921 heiratete Alexander seine Frau Ida, geb. Samuel (geb. 1894) aus Königshofen i. Grabf. und am 18. Juni 1925 wurde der gemeinsame Sohn Gerhard geboren. Im Novemberpogrom 1938 wurde seine Wohnung demoliert und die Einrichtung stark beschädigt, ebenfalls bei seinem Bruder. Dabei erlitt dieser einen Herzinfarkt und starb. Alexander Schuster wurde am 10. November 1938 in Schutzhaft genommen und am 24. November 1938 wieder entlassen. Seine Frau Ida starb am 6. Februar 1940 in Nordheim. Gemeinsam mit seinem Sohn Gerhard, der verwitweten Schwägerin Emma Schuster und Siegfried Schild kam er am 24. April 1942 nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Dort wurden ihm bei der Durchsuchung 3 Esslöffel abgenommen. Am nächsten Tag wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten rund fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Vernichtungslager im Raum Lublin ermordet. Für diesen Transport war Alexander Schuster als Ordner eingeteilt. Er war für die 21 zu deportierenden Personen aus Nordheim, Brückenau, Geroda-Platz und Hessdorf zuständig.