Siegbert Gerhard Schuster wurde am 18.06.1925 in Nordheim vor der Rhön geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Nordheim vor der Rhön, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schuster Alexander (26.10.1886–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegbert Gerhard Schuster war der Sohn des Viehhändlers Alexander Schuster und seiner Frau Ida, geb. Samuel, aus Königshofen. Gerhard war sein Rufname. Am 10. November 1938 erlebte er die Demolierung der Familienwohnung. Im Nachbarhaus starb sein Onkel Karl Schuster, als diesem nachts eine Wagendeichsel durch das Schlafzimmerfenster geworfen wurde. Sein Vater wurde verhaftet und am 24. November 1938 wieder aus der Schutzhaft entlassen. Von Dezember 1939 bis Mai 1941 war Gerhard als Lehrling in München wohnhaft. Am 6. Juni 1940 beantragte er hierfür ein Arbeitsbuch. Zuvor war seine Mutter Ida am 6. Februar 1940 zuhause in Nordheim verstorben. Gemeinsam mit seinem Vater, der verwitweten Tante Emma Schuster und Siegfried Schild kam er am 24. April 1942 nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Am nächsten Tag wurden sie nach Krasnystaw deportiert, mussten 15 Kilometer nach Krasniczyn laufen und wurden in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Für diesen Transport war sein Vater als Ordner eingeteilt.