Regina (Rifka, Rachel) Goldstein wurde am 27.11.1881 in Trzebinia geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Trzebinia, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Obbach, Schweinfurt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihr Kind war Goldstein Joseph (27.05.1922–1942).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Regina Goldstein war die Tochter des Viehhändlers Josef Goldstein und seiner Frau Mina, geb. Habermann. Die Familie zog von Oswiecim (dt. Auschwitz) im Februar 1913 nach Schweinfurt und war dann ab Nov. 1917 in Obbach wohnhaft. Regina Goldstein war verheiratet mit Scheine (= Simon) Zarnowiecki/Zarnowietzki, der mit fast 44 Jahren im Dezember 1923 in Obbach starb. Nur eines der noch lebenden 9 Kinder war 18 Jahre alt, was damals noch als minderjährig galt. Joseph, das jüngste Kind, war 1 ½ Jahre alt. Über das Schicksal von Maria (geb. 1905) und Minna (geb. 1908) ist nichts bekannt, es scheint, dass sie die Shoa überlebt haben. Ihr Bruder Abraham Hirsch, später Hermann genannt (geb. 1906), war ein Opfer der Shoa, nähere Angaben liegen nicht vor. Markus Leopold (geb. 1910 Oswiecim), der auch in Obbach lebte, kam im KZ Ravensbrück zu Tode. Josef (geb. 1912) verstarb im Kleinkindalter in Schweinfurt und liegt dort auf dem jüd. Friedhof begraben. Johanna (geb. 1914), verh. Glaser, lebte in Berlin u. Bernhard (geb. 1916) in München, beide wurden in Schweinfurt geboren. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt, wahrscheinlich haben sie überlebt. Die in Obbach geborenen Brüder Heinrich (geb. 1917) und Salomon (geb. 1920) lebten in München, ihnen gelang die Flucht in die USA. Joseph (geb. 1922) wurde mit seiner Mutter deportiert. In den Geburtseinträgen wurde der Familienname aufgrund Anordnung des Amtsgerichts Schweinfurt aus dem Jahre 1935 in Goldstein geändert, da die Mutter der Kinder nicht die Ehefrau des Scheine/Simon Zarnowiecki sei. Die Söhne Joseph und Markus Leopold lebten im Mai 1939 bei der Mutter in Obbach in der Sulzthaler Str. 8, wobei der letztgenannte am 31. Aug. 1939 nach Paderborn ins jüdische Umschulungs- und Einsatzlager am Grünen Weg verzog. Am 10. September 1940 wurde er ins KZ Sachsenhausen abgemeldet, anschließend ins Konzentrationslager Ravensbrück überstellt und kam dort am 23. März 1942 zu Tode. Die Mutter und ihr jüngster Sohn Joseph mussten am 22. April 1942 nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, waren gezwungen, von dort fünfzehn Kilometer zu Fuß nach Krasniczyn zu laufen und wurden später in einem der Lager im Raum Lublin ermordet. Regina Goldstein galt als staatenlos. Deshalb händigte ihr ein Gerichtsvollzieher des Amtsgerichts Würzburg eine Erklärung über den Verfall ihres Vermögens zu Gunsten des Deutschen Reiches aus. Weitere Quellen/Auskunfteien: Stadtarchiv Schweinfurt, Meldekarte; Geburtenregister (für die Kinder); Auskunft von Wilhelm Fredrich (11.04.2011); Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Gemeindearchiv Euerbach; Stadtarchiv Paderborn; Böhrer/Kurre: Friedhof Schweinfurt Cemetery, 2009.