Joseph Goldstein wurde am 27.05.1922 in Obbach (Euerbach) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Goldstein Regina (Rifka, Rachel) (27.11.1881–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Joseph Goldstein war der Sohn von Scheine/Simon Zarnowiecki u. seiner Frau Regina, geb. Goldstein. Im Geburtseintrag wurde aufgrund Anordnung des Amtsgerichts Schweinfurt aus dem Jahre 1935 der Familienname in Goldstein geändert, da die Mutter des Kindes nicht die Ehefrau des Scheine/Simon Zarnowiecki sei. Joseph Goldsteins Vater starb mit fast 44 Jahren. Joseph war zu diesem Zeitpunkt gerade 1 ½ Jahre und das älteste Kind 18 Jahre alt. Er wuchs in Obbach auf und die Kinder nannten ihn Josi. Im Mai 1939 lebte noch Bruder Markus Leopold mit im Haushalt. Er verzog am 31. August 1939 ins jüdische Umschulungs- und Einsatzlager am Grünen Weg in Paderborn, das ursprünglich auf die Auswanderung vorbereiten sollte. Am 10. September 1940 wurde er ins KZ Sachsenhausen abgemeldet, kam später ins KZ Ravensbrück und dort am 23. März 1942 zu Tode. Joseph Goldstein und seine Mutter mussten am 22. April 1942 nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert, waren gezwungen fünfzehn Kilometer nach Krasniczyn zu laufen und wurden im Raum Lublin ermordet. Er wurde vom Standesamt I Berlin-West durch Entscheidung des AG Schweinfurt im Jahre 1962 für tot erklärt. Weitere Quellen/Auskunfteien: Gemeindearchiv Euerbach, Geburtstegister 1922; Staatsarchiv Würzburg, Gestapostelle 18876; Auskunft von Wilhelm Fredrich 11.04.2011; Materialsammlung Pfarrer Paul Geißendörfer (Jan. 1969); Böhrer/Kurre: Friedhof Schweinfurt Cemetery, 2009.