Selma Haas wurde am 11.03.1893 in Oberelsbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oberelsbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Haas Rosalie geb. Oppenheimer (26.11.1867–22.07.1944).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Selma Haas war die Tochter des Viehhändlers Salomon Haas und seiner Frau Rosalia. Selmas Vater verstarb am 17. Januar 1932, sodass sie mit ihrer Mutter allein lebte. Ihre Wohnung wurde mit zwei anderen in der Pogromnacht nicht demoliert. Bis Anfang des Jahres 1942 konnten sie in ihrem bereits verkauften Haus im oberen Stockwerk wohnen bleiben. 1942 erschien der damalige Bürgermeister und verlangte, dass sie ebenfalls in das Haus von Samuel Silbermann, in dem sich sämtliche Juden, die noch in Oberelsbach waren, aufhalten mussten, kämen. Dabei stieß er die beiden Frauen brutal die Treppe hinab. Am 22. April 1942 kam Selma Haas mit drei anderen Oberelsbachern nach Würzburg. Wie Zeitzeugen berichten, hätten sich die Abzutransportierenden weinend von den beiden Zurückgebliebenen – Ihrer Mutter Rosalia und Heinrich Silbermann - verabschiedet. Ein PKW der Firma Lesch aus Bad Neustadt holte sie ab und der Zug brachte sie mit weiteren 55 Juden aus dem damaligen Landkreis von Bad Neustadt nach Würzburg. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn deportiert und dort im Raum Lublin ermordet. Ihre Mutter Rosalie Haas und Heinrich Silbermann wurden am 10. Sept. 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort starb Rosalia am 22. Juli 1944. Ihr Bruder Hermann wurde im selben Transport mit seiner Familie nach Krasniczyn deportiert, wo die Familie im Raum Lublin ermordet wurde. Hermanns Zwillingsbruder Karl und dessen Ehefrau Hella, waren in Essen wohnhaft und wurden am 22. April 1942 ab Düsseldorf nach Izbica deportiert.