Moritz Kahnlein wurde am 14.12.1877 in Reyersbach(Bastheim) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Reyersbach, Oberelsbach, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kahnlein Marianne geb. Wildberg.
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Moritz Kahnlein war der Sohn von Feibel Kahnlein aus Reyersbach und dessen Frau Hanna. Mit ihr hatte er die Söhne Albert und Sigfried Bis zum Jahre 1907 war er Viehhändler und Metzger im elterlichen Geschäft, danach selbständiger Viehhändler. Im Jahre 1937 wurde Juden der Viehhandel verboten. Zum 1. Januar 1938 musste Moritz deshalb die Viehhandlung und zum 1. Dezember 1938 die Eisenwarenhandlung abmelden, denn mittlerweile war auch verfügt, dass zum 31. Dezember 1938 alle Gewerbebetriebe abgemeldet sein mussten. Beim Pogrom, am 10. November 1938 zwischen 3.00 und 3.30 Uhr früh am Morgen, wurden die Schaufensterscheiben eingeschlagen und im Innern des Hauses die Gegenstände beschädigt, teilweise auch zerstört. Die Täter kamen aus Ostheim v. d. Rhön und die Häuser der jüdischen Bewohner wurden von zwei ortsansässigen Bürgern gezeigt. Zusammen mit seinem Sohn Albert und zwei weiteren Oberelsbacher Bürgern wurde Moritz Kahnlein in Schutzhaft genommen und war bis 19. November 1938 eingesperrt. Währenddessen waren Moritz und seine Frau Marianne gezwungen, ihr Wohnhaus zu verkaufen und zusammen mit weiteren Oberelsbachern im Haus von Samuel und Betty Silbermann zu wohnen. Am 22. April 1942 kam er mit seiner Frau und zwei weiteren Oberelsbacherinnen nach Würzburg. Ein PKW der Firma. Lesch aus Bad Neustadt holte sie ab und der Zug brachte die Oberelsbacher mit weiteren 55 Juden aus dem damaligen Landkreis von Bad Neustadt nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz'schen Garten wurden ihm zehn Esslöffel und acht Kaffeelöffel, ein Messer und eine Gabel abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasnystaw deportiert und dort im Raum Lublin ermordet. Der jüngere Sohn Siegfried Kahnlein war zuletzt in Hannover wohnhaft und wurde von dort am 15. Dezember 1941 ins Ghetto Riga deportiert.