Bertha Frank geb. Fleischmann (1870 - 1943)

Bertha Frank geb. Fleischmann wurde am 04.12.1870 in Prichsenstadt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Prichsenstadt, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Frank Bernhard, die Ehe wurde am 18.04.1890 in Prichsenstadt geschlossen.

Sie starb am 19.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Bertha (Berta) Frank wuchs in der Familie des Pferdehändlers Jakob Fleischmann und seiner Frau Fanny (Kahn) in Prichsenstadt auf. Kurz nach dem frühen Tod ihrer Eltern heiratete Bertha 1890 den Vieh- und Pferdehändler Bernhard Frank aus Prichsenstadt. Sie musste sich schon als 19jährige um ihre jüngeren Geschwister Lina, Louis, Berthold und Otto kümmern. Ihr Mann Bernhard hatte Berthas Elternhaus, den Freihof in Prichsenstadt, schon vor der Heirat übernommen. Bertha und Bernhard Frank waren sehr sozial und familiär eingestellt. So nahmen sie ihre Nichte Frieda Strauß bereits im Kindesalter bei sich auf. Auch zwei andere Töchter von Nathan und Lina Strauß, Irma und Klara Strauß, verbrachten einige Jahre bei den Franks in Prichsenstadt. Bertha und Bernhard Frank gehörten im Frühjahr 1942 zu den letzten zehn in Prichsenstadt verbliebenen jüd. Einwohnern. Ihre letzten Lebensjahre in ihrem Heimatort mussten sie ghettoisiert in einem "Judenhaus" (dem Freihof) verbringen. [1023] Am 18.September 1942 wurde Bertha Frank mit ihrem Mann Bernhard und Pauline Künstler zunächst nach Schweinfurt, dann Würzburg verbracht und am 23.September von hier nach Theresienstadt deportiert. Bertha musste dort im Dezember 1942 den Lagertod ihres Mannes erleiden. Sie selbst kam nicht einmal vier Wochen später in Theresienstadt ums Leben. [1027] Ihr Bruder Otto kam 1942 im Vernichtungslager Sobibibor ums Leben. Ihr Bruder Leopold Fleischmann überlebte die Deportation nach Theresienstadt. Quelle: -Wolf-Dieter Gutsch, Zuschrift 22.02.2020: Werner Steinhauser, Das Leben von Bertha Frank, 03.05.2017.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.