Elsa, Else Solinger geb. Silberstein (1884 - 1944)

Elsa, Else Solinger geb. Silberstein wurde am 06.01.1884 in Schweinfurt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Aschaffenburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz, Southampton, New York. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Silberstein Berta/Bertha, Berta geb. Lehmann (18.02.1855–22.01.1936) und Silberstein Jakob/Jacob, Jakob (31.01.1847–23.08.1919).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Solinger Max, die Ehe wurde am 23.05.1907 in Schweinfurt geschlossen.

Ihr Kind war Solinger Ernst, Friedrich (02.03.1913).

Sie starb am 1944/45 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Elsa Solinger wurde am 6.01.1884 in Schweinfurt, als Elsa Silberstein geboren. Sie war das dritte von insgesamt sieben Kindern des Schuhwarenfabrikanten Jakob (Jacob) Silberstein und Bertha, geb. Lehmann. Am 23.05.1907 heiratete sie Max Solinger in Schweinfurt, von dem sie am 2.03.1913 Ernst Solinger, ihren Sohn gebar. Von 1912 bis 1929 lebte sie zusammen mit ihrer Familie in der Frohsinnstraße 26 in Aschaffenburg, jedoch zog sie im Jahre 1929 ein paar Häuser weiter in die Frohsinnstraße 17. 6 Jahre später, am 11.09.1935, fuhr sie mit Mann und Sohn zusammen über Southampton nach New York. Sie fuhren mit dem Schiff S.S.Berengaria, welches insgesamt 30 Ausländerpassagiere, davon die meisten mit jüdischem Glauben, an Bord hatte. Zu dem Zeitpunkt war sie 51 Jahre alt. Nach ihrer Rückkehr lebte sie bis zum 30.09.1939 wieder in der Frohsinnstraße 17, was auch ihr letzter freiwillig gewählter Wohnort war. Jedoch hieß die Frohsinnstraße zu diesem Zeitpunkt schon Adolf Hitler Straße, da für den damaligen Führer zu Ehren seines Geburtstages am 20.04.1933 die Frohsinnstraße in seinen Namen umgeändert wurde. Dieser Name wurde aber erst nach dem Fall des Nationalsozialismus im Jahre 1946 wieder in den Originalnamen geändert. Ab dem 30.09.1939 lebte sie und ihre Familie bis zum Jahre 1942 bei zwei Familien in der Innenstadt Aschaffenburgs, die sie versteckten. Daraufhin verbrachte sie eine Nacht vom 09.09.1942 auf den 10.09.1942 in der Entengasse 1. Am selben Tag noch, dem 10.09.1942 wurde sie über Nürnberg nach Theresienstadt deportiert. Sie verbrachte im Ghetto von Theresienstadt knapp über zwei Jahre, wonach sie am 09.10.1944 ins KZ Auschwitz deportiert wurde. Dies war auch ihr Todestag. Sie wurde am 09.10.1944 im KZ ermordet. Insgesamt wurden an diesem Tag 1600 Leute aus dem Theresienstadt deportiert. Davon sind 1557 Menschen ermordet worden und 43 überlebten.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.