Max Solinger wurde am 03.12.1879 in Goldbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Goldbach, Aschaffenburg, Ghetto Theresienstadt, Southampton, New York, Dortmund, Aachen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Solinger David (16.10.1850–31.12.1916) und Solinger Mina geb. Furchheimer (20.03.1850–01.12.1927).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Solinger Elsa, Else geb. Silberstein, die Ehe wurde am 23.05.1907 in Schweinfurt geschlossen.
Sein Kind war Solinger Ernst, Friedrich (02.03.1913).
Er starb am 16.02.1944 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kleiderfabrikant Max Solinger war das dritte Kind des Viehhändlers David Solinger und Mina, geborene Furchheimer, aus Goldbach. [1003] [1052] [1092] Er kam erstmals 1898 nach Aschaffenburg. [1052] Am 23. Mai 1907 heiratete er in Schweinfurt Elsa Silberstein. Aus der Ehe ging der Sohn Ernst Friedrich hervor. [1052] Am 27. November 1908 wurde Max Solinger das Bürgerrecht verliehen. [1052] Am 1. Juni 1911 waren er und sein Vater Trauzeugen bei der Eheschließung seines Bruders Siegfried Solinger mit Elsa Solinger. [1073] Max Solinger nahm als Sergeant vom 6. September 1914 bis zum 22. Februar 1917 in der 8. Kompanie des 8. Bayerischen Infanterie-Regiments und danach bis zum 9. Dezember 1918 in der 2. Maschinen-Gewehr-Kompanie des 8. Bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments an verschiedenen Gefechten des Frankreich-Feldzuges am 1. Weltkrieg teil. Am 2. Januar 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Er war außerdem Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse und der Dientsauszeichnung 3. Klasse. [1046] Am 2. Dezember 1938 hat er den zusätzlichen Vornamen "Israel" angenommen. Am 28. März 1951 wurde dies für unwirksam erklärt. [1092] Der Sohn Ernst reiste am 11. September 1935 gemeinsam mit seinen Eltern Max und Else über Southampton an Bord der S.S. Berengaria nach New York [1019]. Offensichtlich kehrte die Familie wieder nach Aschaffenburg zurück, da der Sohn Ernst Ende 1939 erneut über Liverpool nach New York emigrierte und Max und seine Ehefrau am 11. September 1942 über Nürnberg in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 16. Februar 1944 in Auschwitz ermordet wurden. [1060] [1027].