Josef Solinger (1883 - 1942)

Josef Solinger wurde am 31.03.1883 in Goldbach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Frankfurt am Main, Ghetto Litzmannstadt, Goldbach, KZ Dachau, Aschaffenburg, Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Solinger David (16.10.1850–31.12.1916) und Solinger Mina geb. Furchheimer (20.03.1850–01.12.1927).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Solinger Selma geb. Michel, die Ehe wurde am 17.08.1911 in Aschaffenburg geschlossen.

Er starb am 23.02.1942 in Ghetto Lodz .

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kaufmann Josef Solinger war das vierte Kind des Viehhändlers David Solinger und seiner Ehefrau Mina, geborene Furchheimer. [1001] [1052] [1092] Am 17. August 1911 heiratete er in Aschaffenburg Selma Michel. Die Trauzeugen waren sein Vater David Solinger und der Kaufmann Simon Michel. [1073] Josef Solinger war 1913 Trauzeuge bei Albert May und Rosalia Michel.[1073] Am 1. Februar 1939 hat er den zusätzlichen Vornamen "Israel" angenommen. Dies wurde am 28. März 1951 für unwirksam erklärt. [1092] Auf S. 253 lauten die Einträge: Eltern fol. 199. Mit B.(eschluss) v. 28.VII.1911 Bürgerr.(echts)Beschl.(uss) v. 10.XI.1911. [1001] Auf S.199 steht der Vermerk: ansässig fol. 253. Die Notiz in Bemerkung bei Selma Michel lautet: verheiratet an den Kaufmann Josef Solinger fol. 253. [1001] Josef Solinger nahm als Landsturm-Mann vom November 1915 an im 5. Bayerischen Infanterie-Regiment Rekruten-Depot ot(Bamberg) und ab Mai 1916 bis zum Kriegesende in der 5. Kompanie des Landsturm-Bataillons Unterfranken und Würzburg am 1. Weltkrieg teil. Am 6. Mai 1935 wurde ihm durch den Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Kriegsteilnehmer verliehen. Josef Solinger war vom 11. November bis zum 5. Dezember 1938 im Konzentrationslager KZ Dachau inhaftiert [1003] und wurde am 19. Oktober 1941 zusammen mit seiner Ehefrau Selma über Frankfurt in das Ghetto Litzmannstadt deportiert, wo er am 23. Februar 1942 den Tod fand. [1003] [1064].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.