Leopold Rosenthal (1882 - 1942)

Leopold Rosenthal wurde am 08.04.1882 in Niederstetten geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Niederstetten, Schweinfurt, Würzburg, Krasnystaw, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenthal Recha geb. Katzenberger, die Ehe wurde am 2.11.1908 in Bad Kissingen geschlossen.

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Leopold Rosenthal kam als Sohn von Jakob Rosenthal und Jette, geb. Rothschild, in Niederstetten zur Welt. Von Beruf war er Schuhhändler. Er heiratete Recha Katzenberger im November 1908 in Bad Kissingen. Die Familie lebte erst im Heimatort der Frau in Maßbach, Landkreis Bad Kissingen. Hier kamen auch die Kinder Ilse und Ludwig zur Welt. Im Dezember 1917 zogen sie nach Schweinfurt. Am 10. November 1938 wurde die Wohnung der Familie von sieben oder acht Personen demoliert und, eventuelle erst später, auch geplündert. Das Ehepaar erstattete Anzeige und gab an, dass dabei unter anderem verschiedene Wertpapiere entwendet wurden. Der wertvolle Schmuck wurde nicht mitgenommen, lediglich einzelne Stücke und Bargeld. Bei der Befragung wurde festgestellt, dass die Wertpapiere in einer Aktenmappe im verschlossenen Schreibtisch untergebracht waren. Der Schreibtisch wurde vollständig demoliert. Die Täter konnten nicht ermittelt werden und das Verfahren wurde am 14. Dezember 1939 eingestellt. Das Ehepaar kam am 22. April 1942 nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen Bestecke und ein Becher abgenommen. Drei Tage später erfolgte die Deportation nach Krasniczyn und sie wurden dort oder im Raum Lublin ermordet. Tochter Ilse besuchte das Lyzeum, eine höhere Töchterschule, und schloss diese im Jahre 1926 ab. Anschließend schickten sie ihre Eltern bis 1927 auf die sogenannte Wirtschaftliche Frauenschule auf dem Lande in Wolfratshausen. Sie wohnte danach zeitweise in Frankfurt und Breslau und verzog im April 1932 nach Nürnberg. Im August 1937 kommt sie für wenige Wochen nach Schweinfurt. Zuerst wird sie als Anstaltsbeamtin, später als Hausangestellte bezeichnet. Von Nürnberg aus wird sie am 29. Nov. 1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert und am 1. 10. 1944 kommt sie nach Stutthof. Hier verliert sich ihre Spur. Sie wurde für tot erklärt. Sohn Ludwig zog im Jahre 1931 nach Pirmasens, dann Paris und zuletzt Straßburg. Er konnte emigrieren.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.