Recha Rosenthal geb. Katzenberger (1883 - 1942)

Recha Rosenthal geb. Katzenberger wurde am 25.07.1883 in Maßbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Maßbach, Schweinfurt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenthal Leopold, die Ehe wurde am 2.11.1908 in Bad Kissingen geschlossen.

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Recha Rosenthal war die Tochter von Louis Katzenberger und seiner Frau Helene. Sie hatte elf Geschwister, von denen vier jedoch noch als Kleinkinder starben: Meta Schwarzenberger, Rosa Ledermann, Ida Sonnenberger, Chlothilde Weglein, Max und Leo Katzenberger. Nur der Bruder David überlebte Theresienstadt und wurde Anfang 1945 in die Schweiz gebracht. Recha heiratete im November 1908 Leopold Rosenthal und bekam zwei Kinder. Im Dezember 1917 zog die Familie nach Schweinfurt. Tochter Ilse besuchte das Lyzeum, eine höhere Töchterschule, bis zur Abschlußklasse im Jahr 1926. Sie war zunächst als Anstaltsbeamtin tätig und konnte nach dem Berufsverbot durch die Nationalsozalisten nur noch als Hausangestellte arbeiten. Sohn Ludwig zog im Jahr 1931 nach Pirmasens, wechselte dann nach Paris und zuletzt nach Straßburg. Am 10. November 1938 wurde die Wohnung der Familie von sieben oder acht Personen demoliert und, eventuell erst später, auch geplündert. Das Ehepaar erstattete Anzeige und gab an, dass dabei unter anderem verschiedene Wertpapiere entwendet worden seien. Der wertvolle Schmuck sei nicht mitgenommen worden, lediglich einzelne Papiere und Bargeld. Bei der Befragung wurde festgestellt, dass die Wertpapiere in einer Aktenmappe im verschlossenen Schreibtisch gelegen hätten. Der Schreibtisch aber wurde vollständig demoliert. Die Täter "konnten" nicht ermittelt werden und das Verfahren wurde am 14. Dezember 1939 eingestellt. Das Ehepaar Rosenthal kam am 22. April 1942 zur Deportation nach Würzburg. Bei der Durchsuchung im Platz’schen Garten wurden ihnen Bestecke und ein Becher abgenommen. Drei Tage später wurden Recha und Leopold Rosenthal nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Ihre Tochter Ilse war zuvor schon am 29. November 1941 von Nürnberg nach Riga-Jungfernhof deportiert worden. Von dort gelangte sie am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof und wurde dort oder auf einem Todesmarsch ermordet. Sohn Ludwig konnte emigrieren.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.