Jettchen Stark geb. Schiff (1887 - 1942)

Jettchen Stark geb. Schiff wurde am 11.01.1887 in Oberthulba geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oberthulba, Schweinfurt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Stark Heinrich, die Ehe wurde am 20.08.1910 in Schweinfurt geschlossen.

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jettchen Stark kam als Tochter des Viehhändlers Maier Schiff und dessen Frau Mina, geb. Strauß, in Oberthulba zur Welt. Sie heiratete im August 1910 in Schweinfurt ihren Mann Heinrich, der von Beruf Metzgermeister war und ein eigenes Geschäft führte. Ihre gemeinsame Tochter Ruth kam im Mai 1920 in Schweinfurt zur Welt. Sie besuchte das Lyzeum, eine Höhere Töchterschule, bis zum Abschluss. 1938 zog Jettchens Vater zu ihnen und verstarb 1942 in Würzburg. Ende April 1939 gelang es Ruth, nach Glasgow/Schottland zu emigrieren, später ging sie dann nach New York. Die Wohnung und das Geschäft wurden beim Pogrom am 10. November 1938 demoliert. Dabei wurde der Schreibtisch so in Mitleidenschaft gezogen, dass die Papiere und das Frontkreuz ihres Mannes zerstört wurden. Der Laden konnte nicht mehr eröffnet werden und der Betrieb wurde zum 10. Dezember 1938 von Frau Stark abgemeldet. Ihr Mann befand sich zu dieser Zeit noch im KZ Dachau. Am 3. Oktober 1941 wurden das Ehepaar und ihr Vater gezwungen, in die Rückertstraße 17 zu ziehen, wo sich damals eine Sammelunterkunft befand. Am 22. April 1942 kamen Jettchen und ihr Mann nach Würzburg in den Platz’schen Garten. Bei der Durchsuchung werden ein Gemüse- und acht Kaffeelöffel abgenommen. Von hier aus wurden sie drei Tage später nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Tochter Ruth Manasse ist Witwe, die einen Sohn und eine Tochter hat, und lebte 2011 in Florida. Sie besuchte zuletzt im Jahre 1991 anlässlich einer Einladung der Stadt Schweinfurt ihren Geburtsort.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.