Alfred Weil (1881 - 1942)

Alfred Weil wurde am 22.03.1881 in Schweinfurt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Weil Marie geb. Löw, die Ehe wurde am 01.03.1914 in Bamberg geschlossen.

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Alfred Weil kam als Sohn des Weinhändlers Ignaz und Fanny Weil, geb. Ehmann, in Schweinfurt zur Welt. Er lebte dort und erlernte den Kaufmannsberuf. Gemeinsam mit seinem Bruder betrieb er ein Geschäft. Zum 10. Dezember 1939 mussten sie dieses zwangsweise abmelden. Am Ersten Weltkrieg nahm er vom August 1914 bis November 1918 als Frontsoldat teil. Im März 1914 heiratete er seine Frau Marie und sie bekamen zwei Söhne. Beim Novemberpogrom am 10. November 1938 wurde er festgenommen, seit 16. November 1938 befand er sich bis zu seinem Entlassungstag am 13. Dezember 1938 im KZ Dachau in Schutzhaft. Alfred Weil war seit vielen Jahren im Dienste seiner jüdischen Gemeinde ehrenamtlich tätig und bekannt für seine Gewissenhaftigkeit und Hilfsbereitschaft. Am 22. April 1942 kam das Ehepaar Weil gemeinsam nach Würzburg. Hier wurden ihnen umfangreiche Gegenstände aus ihrem Besitz abgenommen. Drei Tage später wurden sie nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Für den genannten Transport wurde Alfred Weil als Ordner eingeteilt. Er war für die aus der Stadt Schweinfurt zu deportierenden Personen verantwortlich. Die Söhne konnten überleben. Hans war später landwirtschaftlicher Praktikant und wanderte im August 1936 von Schweinfurt über München nach Palästina aus. Sein Bruder Paul war Lehrling und emigrierte im April 1939 nach New York. Er besuchte zuletzt im Jahre 1991 anlässlich einer Einladung der Stadt Schweinfurt seinen Geburtsort.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.