Marie Weil geb. Löw (1888 - 1942)

Marie Weil geb. Löw wurde am 02.02.1888 in Eichstätt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Eichstätt, Bamberg, Schweinfurt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Weil Alfred, die Ehe wurde am 01.03.1914 in Bamberg geschlossen.

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Wann Marie aus ihrem Geburtsort Eichstätt nach Bamberg zog, ist nicht bekannt. Ihre Eltern waren Maier Löw und dessen Frau Lina, geb. Herrmann. In Bamberg heiratete sie im März 1914 ihren Ehemann Alfred Weil mit dem sie zwei Kinder bekam: 1915 kam Hans noch in Bamberg zur Welt, Paul wurde 1922 in Schweinfurt geboren. Beim Novemberpogrom 1938 wurde ihr Mann festgenommen und befand sich einen Monat im KZ Dachau in Schutzhaft. Marie Weil wurde genauso wie ihre Schwägerin Erna Weil bei der Firma Joh. Allmis zur Arbeit gezwungen. Am 22. April 1942 mussten sie nach Würzburg. Hier bekamen sie umfangreiche Gegenstände aus ihrem Besitz abgenommen. Das Ehepaar wurde mit Schwager und der Schwägerin drei Tage später nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet. Ihr Mann Alfred war für diesen Transport als Ordner eingeteilt und für die aus der Stadt Schweinfurt zu deportierenden Personen zuständig. Die Söhne konnten überleben. Hans war später landwirtschaftlicher Praktikant und wanderte im Aug. 1936 von Schweinfurt über München nach Palästina aus. Sein Bruder Paul war Lehrling und emigrierte im April 1939 nach New York. Er besuchte zuletzt im Jahre 1991 anlässlich einer Einladung der Stadt Schweinfurt seinen Geburtsort.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.