Ludwig Weil (1884 - 1942)

Ludwig Weil wurde am 19.03.1884 in Schweinfurt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Weil Erna geb. Stern, die Ehe wurde am 30.01.1921 in Tauberbischofsheim geschlossen.

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Weil war der Sohn des Weinhändlers Ignaz Weil und seiner Frau Fanni, geborene Ehmann. Er hatte sechs Geschwister, die alle Opfer des Holocaust wurden. Er erlernte den Beruf des Kaufmanns. Von 1915 bis 1918 diente er als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg und bekam dafür diverse Auszeichnungen. 1919 übernahm er den Weinhandel seines Vaters gemeinsam mit seinem Bruder. Im Januar 1921 heiratete er seine Frau Erna und sie bekamen 1922 einen Sohn Fritz, dem später die Emigration gelang. Am 10. November 1938 wurde Ludwig Weil festgenommen und befand sich acht Tage in Schutzhaft. Laut Feststellung des Arztes war er lagerfähig, aber nicht arbeitsfähig, und wurde deshalb am 18. November 1938 entlassen. Das Ehepaar war gezwungen – zusammen mit Bruder und Schwägerin - seit Juli 1939 erst in der Luitpoldstraße 15 und dann ab Anfang September 1941 am Kornmarkt 5 zu wohnen. Noch im Jahr 1941 versuchten sie auszuwandern. Am 22. April 1942 mussten sie nach Würzburg und wurden drei Tage später von dort aus nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.