Karl Sternheimer wurde am 03.12.1885 in Aschaffenburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aschaffenburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg, Elberfeld, Herne, Siegen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Sternheimer Leopold (01.02.1857–15.12.1937) und Sternheimer Caroline, Karolina geb. Oestreicher (19.04.1862–01.01.1935).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sternheimer Elsa geb. Löbenberg, die Ehe wurde am 22.12.1920 in Wächtersbach geschlossen.
Seine Kinder waren Hyman Lorraine, Lotte geb. Sternheimer (01.10.1926–14.09.2017) und Sternheimer Rudolf (22.08.1923).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kaufmann Karl Sternheimer war das dritte Kind des Kaufmanns Leopold Sternheimer aus Hobbach und seiner Ehefrau Karolina geborene Östreicher aus Obernau. [1001] [1071] Er war verheiratet mit Elsa, geborene Löbenberg aus Wächtersbach. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Er war 1928 Trauzeuge von Ignaz Thalheimer und Anna Amalie Östreicher. [1073] Karl Sternheimer war Zeuge bei der Eheschließung zwischen Ludwig Neustadt und Hilde Plaut. Karl Sternherimer nahm als Vizefeldwebel vom 29. Juli 1915 bis zum 6. Juni 1918 in der 9. Kompanie des 8. Bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments an der Westfront am 1. Weltkrieg teil. Ihm wurde am 17. April 1935 durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Er war außerdem Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. [1046] Am 26. März 1942 richtete das Lenkradwerk Gustav Petri in Aschaffenburg, bei dem Karl seit 20. Oktober 1941 als Hilfsarbeiter beschäftigt war, ein Gesuch an die Gestapo Würzburg, `den Juden Gustav Sternheimer auf seinem Arbeitsplatz belassen zu wollen`, `weil es heute Schwierigkeiten macht, seinen Platz durch einen anderen zu ersetzen`. Darauf der Vermerk vom 27. März 1942 in den Gestapoakten: `Dem Gesuch kann nicht stattgegeben werden`. [1090] Er und seine Ehefrau Elsa wurden am 25. April 1942 über Würzburg und Nürnberg nach Krasniczyn deportiert und dort oder in einem der umliegenden Vernichtungslager ermordet. [1056][1003] Ihrer Tochter gelang die Flucht vor der Verfolgung durch die Nazinalsozialisten nach England. Er war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Herstallstr. 12 (alte Hausnr. Lit. D 7) von 1928 bis 1938. [1042].