Fanny Bloemendal geb. Neustadt wurde am 29.04.1879 in Hamburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hamburg, Ober-Ingelheim, Bad Kissingen, Arnheim, Lager Westerbork, KZ Auschwitz, Winschoten. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Bloemendal Siegfried.
Ihre Kinder waren Bloemendal Josef (15.11.1912–31.03.1944) und Bloemendal Manfred (25.03.1907–31.03.1944).
Sie starb am 10.09.1943 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Fanny Kelah Neustadt wurde am 29. April 1879 in Hamburg geboren. Ihre Eltern waren Moritz Neustadt und Klara Neustadt, geb.Goldstein. Nach ihrer Hochzeit mit Siegfried Bloemendal lebte Fanny zunächst in Ober-lngelheim, wo sie ihren Sohn Manfred zur Welt brachte. Im Jahre 1910 zog Fanny Bloemendal mit ihrer Familie nach Bad Kissingen, den Geburtsort ihrer Mutter. Fanny sorgte sich als Hausfrau um die Wohnung in der Grabengasse 8. Im Jahr 1912 gebar sie ihren zweiten Sohn Josef. Zwanzig Jahre später, 1932, bezog die Familie für eineinhalb Jahre eine Wohnung in der Theresienstraße 5 (heute Nr. 10). Im November 1933 musste die Familie vor den Nationalsozialisten in die Niederlande fliehen, dem Heimatland Siegfrieds. Dort wohnten sie zunächst in Winschoten, später in Arnheim in der Driekoningendwarsstraat 87. Nachdem die deutsche Wehrmacht in Holland eingefallen war, wurde die Familie ins Lager Westerbork gesperrt. Von dort aus kamen sie im September 1943 nach Auschwitz, wo Fanny und ihr Mann am 10. September desselben Jahres ermordet wurde. Die beiden Söhne starben am 31. März 1944. Auch Fannys Schwestern wurden Opfer der NS-Gewaltherrschaft: Sophia nahm sich im Juli 1940 in Hamburg das Leben und Olga wurde 1943 in Sobibor ermordet.