Siegfried Bloemendal (1880 - 1943)

Siegfried Bloemendal wurde am 22.02.1880 in Winschoten geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Ober-Ingelheim, Bad Kissingen, Lager Westerbork, KZ Auschwitz, Winschoten, Arnheim. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Bloemendal Fanny geb. Neustadt.

Seine Kinder waren Bloemendal Josef (15.11.1912–31.03.1944) und Bloemendal Manfred (25.03.1907–31.03.1944).

Er starb am 10.09.1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Bloemendal wurde am 22. Februar 1880 im niederländischen Winschoten geboren. Er war das neunte von elf Kindern des Metzgers Izaak Marcus Bloemendal und seiner Frau Rosette Polak. Siegfried erlernte den Beruf des Vaters und arbeitete ebenfalls als Metzger. Im März 1910 zog er von Ober-Ingelheim nach Bad Kissingen, wo er mit seiner aus Hamburg stammenden Ehefrau Fanny Neustadt und seinen Söhnen Manfred und Josef für 22 Jahre in der Grabengasse 8 wohnte. Dort betrieb er eine Milchtrinkhalle mit vegetarischer Küche. Im März 1932 zog er mit seiner Familie in die Theresienstraße 5 um (heute Nr. 10). Im November 1933 emigrierte er mit der Familie an seinen Geburtsort Winschoten. Später lebte die Familie in Arnheim in der Driekoningendwarsstraat 87. 1942 wurden Siegfried, Fanny und Josef Bloemendal nach Westerbork und am 7. September 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort wurden die Eltern am 10. September 1943 ermordet. Mindestens vier von Siegfrieds Geschwistern wurden ebenfalls aus den Niederlanden deportiert und ermordet. Manfred Bloemendal kam am 16. September 1943 von Westerbork nach Auschwitz. Er und sein Bruder wurden beide am 31. März 1944 ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.