Jakob Ackermann (1866 - 1943)

Jakob Ackermann wurde am 30.10.1866 in Geroldshausen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kleinlangheim, Geroldshausen, Ghetto Theresienstadt, Würzburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ackermann Jeanette geb. Berliner, die Ehe wurde am 15.07.1897 in Kleinlangheim geschlossen.

Seine Kinder waren Ackermann Ludwig (04.04.1906–03.07.1940), Ackermann Siegfried (19.10.1900–04.05.1942) und Brönner Zerline geb. Ackermann (20.08.1902–21.04.1942).

Er starb am 23.01.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Ackermann stammte aus der kleinen Jüd. Gemeinde in Geroldshausen, Kreis Würzburg. Er war ab etwa 1900 in Kleinlangheim, Kreis Kitzingen, mit Jeanette geb. Berliner von dort verheiratet. Jakob war als Viehhändler tätig, wohl als "Unterhändler" im Zwischenhandel. In der protestantisch geprägten Marktgemeinde Kleinlangheim kam es schon in den 1920er Jahren zu judenfeindlichen Ausschreitungen, die sich ab 1933 verschärften. Im Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert und die jüd. Wohnhäuser überfallen. [1023] Unter den letzten 13 jüd. Einwohnern 1939 wurden im Haus 137b auch Jakob und Jeanette Ackermann, dazu ihre Söhne Siegfried (19.10.1900-25.06.1942) und Ludwig (04.04.1906-25.04.1940) registriert. Das Paar hatte noch zwei Söhne Moritz (8.5.1898) und Max (1899), der jedoch als Säugling verstarb, sowie zwei Töchter: Zerline Brönner und Kerri Arendt (10.12.1904). Die letzten jüdischen Einwohner von Kleinlangheim mussten 1940 den Ort verlassen. Das Ehepaar Ackermann kam im April 1940 in das Heim Dürerstraße 20 der Israelitischen Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Sie mussten 1940 und 1942 die Ermordung ihrer Kinder Ludwig, Siegfried und Zerline erfahren. Moritz war schon länger verstorben und Kerri schon vor der NS-Zeit die Emigration in die USA gelungen. Jakob und Jeanette Ackermann wurden am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert. Jakob kam hier im Januar 1943 wenige Tage nach seiner Frau ums Leben.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.