Max Friedmann wurde am 22.02.1886 in Frankenwinheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Frankenwinheim, Raum Lublin, Krasniczyn. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Friedmann Ethel geb. Bayer (23.11.1862–19.02.1943).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Friedmann Berta geb. Kaufmann.
Seine Kinder waren Friedmann Walter (03.11.1928–1942), Friedmann Gerhard (04.01.1925–1942) und Friedmann Ilse (27.01.1922–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Friedmann [1016] war der Sohn des Metzgers Nathan Friedmann und seiner Frau Edel. Er war, wie die meisten jüdischen Männer in Frankenwinheim, Viehhändler. Er lebte mit seiner Familie in Haus Nr 52 (heute Schallfelderstr. 3) in Frankenwinheim [1078]. Bis 1938 gab es zwei Männer mit dem Namen Max Friedmann in Frankenwinheim. Max Friedmann I, der Ältere, wanderte 1938 aus in die USA. Max Friedmann II war mit Berta Friedmann (Deport. Nr.476), geb. Kaufmann, aus Laudenbach verheiratet[1016]. Das Paar hatte drei Kinder, die Tochter Ilse (Deport. Nr.477) und die Söhne Gerhard (Deport. Nr.478) und Walter (Deport. Nr.479)[1016]. Max war in den Jahren 1924-1930 Mitglied des Gemeinderats und von 1925-1928 Armenrat von Frankenwinheim. Nach brutalen Szenen gegen die jüd. Einwohner seines Heimatdorfes im Novemberpogrom 1938 wurde Max Friedmann wie alle jüd. Männer inhaftiert, zunächst im Gefängnis von Gerolzhofen, dann vom 29. November bis 16. Dezember 1938 im KZ Dachau. Von den Nazis wurde er als "Ordner für die zu evakuierenden Juden aus Altenhösbach, Frankenwinheim und Zeilitzheim" eingesetzt. Max Friedmann wurde mit seiner Familie am 25.4.1942 von Würzburg aus nach Krasniczyn deportiert [1056] und im Raum Lublin ermordet. Die Mutter, Edel Friedmann (*23.11.1862), wurde am 01.04.1942 zwangsweise nach Würzburg, Dürerstr.20, umgesiedelt. Bemerkung : Die GeStaPo Akten der Deportierten mit dem Anfangsbuchstaben "F" sind zum großen Teil verloren gegangen. Für die Opfer der Deportation wurde vor dem Rathaus der Gemeinde Frankenwinheim ein Mahnmal errichtet. Quellen: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Staatsarchiv Würzburg, GeStaPo Akten G 167 und Signatur 18876.