Alfred Gerst (1915 - 1942)

Alfred Gerst wurde am 29.01.1915 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Leipzig, Zuchthaus Waldheim, KZ Dachau, KZ Buchenwald, KZ Sachsenhausen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Gerst Bruno (19.08.1878–12.02.1943) und Gerst Marianne geb. Mars (17.12.1887–1942/1944).

Er starb am 22.02.1942 in KZ Sachsenhausen.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann; Autoschlosser. Jüngerer von zwei Söhnen der Würzburger Weinhändlerfamilie Bruno und Marianne Gerst. Er zog 1923(1921?) mit der Familie nach Leipzig. Dort besuchte er das Nikolai-Gymnasium (Neue Nikolaischule Leipzig) und machte dann eine Lehre in einem Kaufhaus. Wie sein älterer Bruder Georg war er schon als Jugendlicher politisch engagiert, zunächst in Sozialistische Arbeiter-Jugend, ab 1931 im Kommunistischer Jugendverband Deutschlands (1920). 1933 wegen seiner jüd. Herkunft als Verkäufer entlassen, fand er eine Lehrstelle als Autoschlosser (Automechaniker) in Leipzig. Die Brüder Gerst versuchten ihre Parteiarbeit im Untergrund (Untergrundbewegung) fortzuführen, wurden aber beide verraten und mit Zuchthaus-Strafen verfolgt; Alfred wurde im März 1935 zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt wegen "Vorbereitung zum Hochverrat". Vergeblich bemühte er sich während und nach seiner Inhaftierung um eine Emigration. Nach dem Ablauf seiner Strafe durchlief er als "Schutzhäftling" (Schutzhaft) die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und schließlich, nach einer kurzzeitigen Entlassung, KZ Sachsenhausen, wo er Anfang 1942 ermordet wurde. Beerdigt im Alten Isr. Friedhof Leipzig. [1016][1003] Quelle: -Sächsische Biographie (saebi.isgv.de).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.