Marianne Gerst geb. Mars wurde am 17.12.1887 in Schweinfurt geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Schweinfurt, Würzburg, Leipzig, Ghetto Riga, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Gerst Bruno, die Ehe wurde am 1911 in Schweinfurt geschlossen.
Ihre Kinder waren Gerst Georg (14.12.1913) und Gerst Alfred (29.01.1915–22.02.1942).
Sie starb am 1942/1944 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Marianne Gerst wuchs in der unterfränkischen Stadt Schweinfurt in der Familie Philipp und Jette Mars auf. Ab 1911 war sie in Würzburg mit dem Weinhändler Bruno Gerst verheiratet, das Paar bekam die Söhne Georg und Alfred. Die Familie lebte ab etwa 1923 in der sächsischen Großstadt Leipzig. Dort blieb Marianne Gerst bis zum Schluss als letzte ihrer Familie. Nach vier Monaten Haft im KZ Sachsenhausen im Jahr 1938 war ihr Mann Bruno in die Niederlande geflohen. Von dort wurde er Anfang 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Der ältere Sohn konnte in die USA emigrieren, während der jüngere Alfred nach acht Jahren Zuchthaus- und KZ-Haft 1942 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam. Marianne Gerst wurde im Januar 1942 ins Ghetto Riga deportiert und mit hoher Wahrscheinlichkeit in den folgenden beiden Jahren im Raum Riga ermordet. Zu denjenigen, die ab dem Spätsommer 1944 wieder Richtung Westen transportiert wurden, gehörte sie nicht mehr.