Alexander Hahn (1871 - 1943)

Alexander Hahn wurde am 05.12.1871 in Heusenstamm geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heusenstamm, Frankfurt am Main, Würzburg, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Hahn Gertrud geb. Fürth (vor 1850) und Hahn Jakob (um 1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Hahn Henriette geb. Schloss, die Ehe wurde am 1921 in Würzburg geschlossen.

Sein Kind war Hahn Gertrud (15.10.1926–1943).

Er starb am 1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Versicherungsdirektor. Als Sohn einer Kaufmannsfamilie in den hessischen Städten Heusenstamm und Frankfurt aufgewachsen. Realschule; Mittlere Reife in Frankfurt. Danach, ab 1886, arbeitete er im väterlichen Manufakturwarengeschäft. 1894/95 Militärdienst. Nach einer längeren, schweren Lungenerkrankung war er ab 1906 in der Versicherungsbranche tätig. Er zog 1921 von Frankfurt nach Würzburg zu. heiratete hier und übernahm die Bezirksdirektion der "Allianz" (Allianz SE). Im Januar 1938 wurde er entlassen; er hatte allerdings schon das Ruhestandsalter erreicht.Danach vermittelte er Auswanderungsgelegenheiten. Im August 1939 wurde er denunziert, als er sich an einem Aushängekasten der NSDAP Notizen machte; Gestapo-Verhör und ergebnislose Haussuchung. Im März 1942 musste die Familie ihre Wohnung räumen und in ein "Judenhaus" (Bibrastraße 6) ziehen. Im September 1942 wurde die geplante Deportation der Familie ins Theresienstadt wegen der schweren Erkrankung der Tochter nach Intervention der "Jüd. Geschäftsstelle Würzburg" (Iwan Schwab) aufgeschoben. Am 17. Juni 1943 wurde er mit der Ehefrau und Tochter nach Auschwitz deportiert; dort oder an einem unbekannten anderen Ort ermordet, "für tot erklärt". [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.