Sigmund Hanover (1880 - 1964)

Sigmund Hanover wurde am 19.08.1880 in Wandsbek geboren und lebte in Hamburg-Wandsbek, Halberstadt, noName, Berlin, Köln, Würzburg, England, New York, Israel, Haifa.

Seine Eltern waren Hanover David (29.08.1835–10.01.1901) und Hanover Rosa geb. Hirsch (vor 1860–nach 1900).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Hanover Klara geb. Deutsch.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Hanover Ernestine geb. Deutsch.

Seine Kinder waren Hanover Ruth Fanny (13.08.1923–21.05.1943) und Hanover Rosi (23.11.1917).

Er starb am 1964 in Haifa.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner; Dr. phil. Als Sohn der Rabbinerfamilie David und Rosa Hanover in der Stadt Wandsbek bei Hamburg aufgewachsen, wo er auch die Volksschule und das Gymnasium besuchte. Studium der orientalischen Sprachen und der jüd. Religion in Halberstadt/Sachsen, Hamburg und am Rabbinerseminar Berlin; 1903 Promotion. 1906-1920 zweiter Rabbiner in Köln. 1917/18 Kriegsdienst als Feldrabbiner. 1920 zum Rabbiner für die IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde) und Distriktrabbiner für Unterfranken berufen. Als liberal gefärbter Orthodoxer (Orthodoxes Judentum) kam er den beiden divergierenden Flügeln in der Gemeinde entgegen. Engagierte sich besonders in der Jugendarbeit, so durch die Gründung des religiös-neutralen Jüd. Jugendbundes (Jüdische Jugendbewegung) und durch Unterrichtskurse für Schüler und Lehrlinge. Mitglied der Frankenloge Bne Briss(ab 1923 zeitweise Präsident). Vorsitzender des Jüd. Fortbildungsvereins; Verwaltungsvorsitzender der ILBA; Mitglied im Bezirksfürsorgeverband und andere Ehrenämter. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 4. Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen unter der Verpflichtung zur Auswanderung und anderer Auflagen (so die Veräusserung des Gebäudes der ILBA). Emigrierte im März 1939 durch die Vermittlung von Curt Silbermann nach England, 1940 in die USA. Mitbegründer, 1940-1963 Rabbiner der orthodoxen Einwanderergemeinde Shaare Hatikvah in New York. 1948-1955 Vorsitzender der Conference of Jewish Immigration Congegrations. Vorstandsmitglied der wikien(American Federation of Jews from Central Europe). Verbrachte den Ruhestand bei seinen Töchtern in Israel. [1016] Hanover Familie.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.