Julius Heimann wurde am 16.12.1873 in Triefenstein geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Homburg am Main, Ghetto Theresienstadt, Würzburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Heimann Rosa geb. Rosenfeld.
Sein Kind war Sichel Karoline (Kerry) geb. Heimann (14.10.1910–01.07.1990).
Er starb am 15.03.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann in der unterfränkischen Gemeinde Homburg am Main, Landkreis Main-Spessart. Er leitete 1932 und später die Israelitische Kultusgemeinde am Ort, die zu dieser Zeit von einer Höchstzahl von 100 Gemeindeangehörigen im Jahr 1880 auf 25 Personen geschrumpft war. Im Novemberpogrom 1938 wurde er inhaftiert; im Mai 1940 denunziert als "bekannter Hetzer", der regen Kontakt zu "politisch unzuverlässigen Elementen" in Homburg halte. In der Folge wurde er mit seiner Ehefrau Rosa nach einer amtsärztlichen Untersuchung zur Zwangsarbeit in der Gemeinde eingeteilt und "Gespräche mit arischen Volksgenossen" wurden ihm unter Androhung der "Schutzhaft" verboten. Julius Heimann gehörte mit seiner Ehefrau wohl zu den letzten sieben jüd. Einwohnern vor den Deportationen im Jahr 1942. Das Ehepaar wurde im Juni nach Würzburg in das "Judenhaus" (Jüd. Unterkunftsheim") in der Bibrastraße 6 gebracht und am 23. September 1942 ins Theresienstadt deportiert. Die schon am 27.November 1941 von Würzburg mit dem Ziel Ghetto Riga verschleppte Tochter Karoline überlebte den Holocaust [1016][1003][1005][1023; Artikel Homburg] Quelle: Herbert Schultheis, Juden in Mainfranken 1933-1945 unter besonderer Berücksichtigung der Deportationen Würzburger Juden, 1980, 410-412.