Karoline (Kerry) Sichel geb. Heimann wurde am 14.10.1910 in Triefenstein geboren und lebte in Homburg am Main, Aub, Würzburg, Riga-Jungfernhof, New York, Raum Riga, KZ Stutthof.
Ihre Eltern waren Heimann Julius (16.12.1873–15.03.1943) und Heimann Rosa geb. Rosenfeld (09.08.1880–1944/1945).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Ludwig, die Ehe wurde am 1935 geschlossen.
Sie starb am 01.07.1990.
Weitere Angaben aus den Quellen: Karoline (Karolina, Kerry) Sichel wuchs in der Kaufmannsfamilie Julius und Rosa Heimann in Homburg am Main, Kreis Main-Spessart, auf. Ihr Vater leitete lange Zeit die Kultusgemeinde des Ortes. [1023] Karoline war ab 1935 mit dem Kaufmann Ludwig Sichel in der Kleinstadt Aub, Kreis Würzburg, verheiratet. NS-Zeit: Nach den brutalen Ausschreitungen in Aub im Novemberpogrom 1938 flüchtete die Familie zu Verwandten nach Würzburg. [1078] Das Ehepaar hatte keine Kinder, nahm aber zeitweise Dorothea Grünfeld als Pflegekind auf. [1016] Ludwig Sichel musste ab 1939 Zwangsarbeit leisten. Nach scheiternde Emigrationsbemühungen wurde das Paar (zusammen mit der Pflegetochter und deren Mutter) am 27. November 1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert. Karolines Eltern wurden im September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. Karoline Sichel überlebte als Einzige und kehrte zunächst nach Würzburg zurück. Im Dezember 1946 emigrierte sie nach New York; Überfahrt von Bremen auf dem Schiff "Marine Marlin". [1019] Weitere Quelle: Schäfer, Horst, "... und tilg nicht unser Angedenken". Recherchen zum Bewahren der Würde der NS-Verfolgten Dietzenbachs, Dietzenbach 2016, S. 115-129, dort auch das Todesdatum.