Ludwig Sichel wurde am 07.02.1907 in Aub geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Aub, Würzburg, Nürnberg, Riga-Jungfernhof, KZ Stutthof, KZ Buchenwald. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Sichel Jeanette geb. Stein (22.08.1868–19.11.1939) und Sichel Moritz (27.06.1871–31.08.1943).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Karoline (Kerry) geb. Heimann, die Ehe wurde am 1935 geschlossen.
Er starb am 21.03.1945 in Buchenwald.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Sichel wurde 1907 als Sohn von Moritz Sichel und dessen Frau Jeanette, geb. Stein, in Aub, Kreis Würzburg, geboren. Er besuchte von 1916 bis 1922 die Oberrealschule in Würzburg und machte dann in der Stadt eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Später arbeitete er in Nürnberg und im elterlichen Geschäft in Aub. NS-Zeit: Wohl infolge der schweren Ausschreitungen in Aub im Novemberpogrom 1938 zog er damals mit seinen Eltern und seiner Frau Karoline nach Würzburg, wo sie bei Verwandten in der Kartause 5 Zuflucht fanden. [1078] Ab 1939 musste er Zwangsarbeit bei der Stadt Würzburg (wohl beim Tiefbauamt) leisten. Im September machte er, zur Vorbereitung der Emigration, einen Umschulungskurs zum Kellner in München. Nach scheiternden Emigrationsbemühungen wurde die Familie von ihrer letzten Unterkunft in der Schillerstraße 8 im November 1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert, zusammen mit dem Pflegekind Dorothea Grünfeld und deren Mutter Irma Grünfeld. [1057] Ludwigs Vater wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert. [1016] Ludwig Sichel wurde wenige Wochen vor dem Kriegsende im KZ Buchenwald ermordet. [1003] Seine Frau überlebte und kehrte zunächst nach Würzburg zurück. [1016].