Abraham Heß (1895 - 1942)

Abraham Heß wurde am 05.07.1895 in Geroda geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Geroda, Miltenberg, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Burgpreppach, Völkersleier. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Heß Salomon (um 1850) und Heß Therese geb. Silberthau (um 1870).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Heß Nanny Nathalia Anny geb. Freudenberger, die Ehe wurde am 10.03.1922 in Thüngen geschlossen.

Seine Kinder waren Heß Siegfried Sally (18.11.1930–1941/1942) und Heß Bella Berta (27.09.1923–1941/1942).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Lehrer Abraham Heß wurde 1895 geboren und wuchs in der Familie des Viehhändlers Salomon Heß und seiner Ehefrau Therese, geb. Silberthau, in der unterfränkischen Marktgemeinde Geroda, Landkreis Bad Kissingen, auf. Nach dem Besuch der Volksschule machte er von 1912 bis 1915 eine weiterführende Ausbildung an der Isr. Präparandenschule Burgpreppach und an der ILBA in Würzburg. Nachdem er am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte, war er von 1920 bis 1939 als Lehrer in der unterfränkischen Kreisstadt Miltenberg, gleichzeitig Vorbeter und Seelsorger mit rabbinischen Funktionen für Miltenberg und die umliegenden Landgemeinden angestellt. Bei der jüdischen Gemeinde in Völkersleier, Landkreis Bad Kissingen, war er wohl ebenfalls als Religionslehrer, Vorbeter und Schächter angestellt gewesen. Am 10.03.1922 heiratete er die ebenfalls als Lehrerin tätige Nanny Freudenberger, mit der er 1923 und 1930 die Kinder Bella und Siegfried bekam. Mit seiner Ehefrau betrieb er nebenbei noch eine "Schülerpension" (um 1925). Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 fand Abraham Heß mit seiner Familie eine Bleibe in Würzburg. Er kam im März 1939 als Lehrer an die jüdische Volks- und Berufschule in Würzburg. Zuletzt war er in der Bibrastraße 6, einem der sogenannten Judenhäuser in Würzburg untergebracht. (s. Ekkehard Hübschmann, Staatsarchiv Würzburg) Aussichtsreich scheinende Auswanderungsvorbereitungen in die USA scheiterten. Am 27. November 1941 wurde er mit seiner Ehefrau und den Kindern ins Ghetto Riga deportiert und starb dort zu einem unbekannten Zeitpunkt. Anmerkung: Schülerpension von Lehrer Heß ("Der Israelit" 12.02.1925) Unter "Individuelle Informationen" sind Fotos der neuen Miltenberger Synagoge in der Mainstraße 57, aus den Jahren 1904, 1932 und 1942 zu sehen. [1029] Die Geschichte der Neuen Synagoge wird auf den Seiten 57 - 61 bei Debler geschildert. [1029].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.