Nanny Nathalia Anny Heß geb. Freudenberger (1896 - 1943)

Nanny Nathalia Anny Heß geb. Freudenberger wurde am 14.08.1896 in Untermerzbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Memmelsdorf in Unterfranken, Miltenberg, Würzburg, Ghetto Riga, Riga-Jungfernhof, Reckendorf. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Freudenberger Rika (Ricka) geb. Hecht (19.07.1870) und Freudenberger Siegfried (Sondel) (01.12.1865–28.02.1936).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Heß Abraham, die Ehe wurde am 10.03.1922 in Thüngen geschlossen.

Ihre Kinder waren Heß Siegfried Sally (18.11.1930–1941/1942) und Heß Bella Berta (27.09.1923–1941/1942).

Sie starb am 24.08.1943 in Ghetto Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Nanny Nathalia Anny Heß wuchs in der Lehrerfamilie Siegfried und Rika Freudenberger, geborene Hecht, in den oberfränkischen Gemeinden Memmelsdorf und Reckendorf auf. Ihr Vater war Oberlehrer an mehreren jüdischen Volksschulen, so in Memmelsdorf, Maßbach und Thüngen. Sie hatte noch drei Geschwister: Else Charlotte, Rudolf und Max. Nach ihrer Heirat mit dem ebenfalls als Lehrer tätigen Abraham Heß lebte sie lange Zeit in der unterfränkischen Kreisstadt Miltenberg. Sie bekam mit ihm die beiden Kinder Bella und Siegfried. Nach der Zerstörung der Neuen Synagoge in Miltenberg suchte die Familie im Dezember 1938 Zuflucht in Würzburg, wo seit 1930 schon ihre Eltern lebten. Eventuell unterrichtete sie mit ihrem Mann an der "Jüdischen Volks- und Berufsschule". Zuletzt mit ihrer Familie im Sammelquartier Bibrastraße 6 untergebracht, wurde sie am 27. November 1941 mit ihrem Mann und ihren Kindern nach Riga-Jungfernhof deportiert. Nanny Nathalia Anny Heß starb am 24.08.1943 im Ghetto Riga. In Quelle [1057] ist Geburtsdatum 14.08.1898 vermerkt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.