Bella Kastanienbaum geb. Wormser wurde am 07.07.1885 in Oberlauringen geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oberlauringen, Würzburg, Wald von Bikernieki, Riga-Jungfernhof. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Wormser Ernestine geb. Hirsch (24.11.1857–06.12.1942) und Wormser Samuel.
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kastanienbaum Josef, die Ehe wurde am 1910 in Oberlauringen/Ufr. geschlossen.
Ihre Kinder waren Butzel Senta geb. Kastanienbaum (03.05.1911–06.08.1993) und Peisak Margot geb. Kastanienbaum (07.04.1918).
Sie starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.
Weitere Angaben aus den Quellen: Bella Kastanienbaum wurde 1885 geboren und wuchs in der Familie des Kaufmanns Samuel und seiner Frau Ernestine Wormser, geb. Hirsch, in der unterfränkischen Gemeinde Oberlauringen, Landkreis Schweinfurt, auf. Ab 1910 war sie in Würzburg mit dem wohlhabenden Altwarenhändler Josef Kastanienbaum verheiratet. Die Familie mit den beiden Töchtern Senta Butzel und Margot Peisak litt besonders unter den Verfolgungen im NS-Regime. Bella Kastanienbaum wurde im August 1935, wie später ihr Ehemann, von der Gestapo-Stelle Würzburg vernommen und wegen der angeblichen Beschimpfung ihres nichtjüdischen Dienstmädchens im August 1935 kurzzeitig festgenommen. Nach dem Verlust seiner wirtschaftlichen Existenz 1937/38 musste das Paar die Wohnung räumen und schließlich in das "Jüdische Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 ziehen ("Judenhaus"). [1016][1057] Am 27. November 1941 wurden beide mit dem Ziel Riga deportiert, wie auch wenige Tage später ihre Tochter Margot von Stuttgart aus. Ihre Tochter Senta konnte im Januar 1940 durch die Vermittlung ihres ehemaligen Arbeitgebers des Rechtsanwaltes Curt C. Silbermann in die USA auswandern, wo sie 1988 in Bloomfield, NJ lebte. Bella Kastanienbaum, ihr Mann Josef und ihre Tochter Margot wurden vermutlich in einem der Massaker im März 1942 im Wald von Bikernieki im Stadtgebiet von Riga ermordet. [1016][1003][1005].