Josef Kastanienbaum (1880 - 1942)

Josef Kastanienbaum wurde am 24.04.1880 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Raum Riga, Riga-Jungfernhof. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Kastanienbaum Babette geb. Strauss (um 1843–10.12.1899) und Kastanienbaum Moses (Moritz) (14.10.1836–18.04.1915).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kastanienbaum Bella geb. Wormser, die Ehe wurde am 1910 in Oberlauringen/Ufr. geschlossen.

Ihre Kinder waren Butzel Senta geb. Kastanienbaum (03.05.1911–06.08.1993) und Peisak Margot geb. Kastanienbaum (07.04.1918).

Sie starb am 26.03.1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Josef kastanienbaum kam am 24. April 1880 in Würzburg zur Welt. Er absolvierte fünf Klassen in dre Volksschule und dann noch drei Klassen Realschule (am Realgzmnasium?). Nach seiner Lehre in der Weinhandlung Gebr. Frank trat er in die Altwarengroßhandlung Moses Kastanienbaum seines Vaters ein; von 1905 (oder um 1910?) bis 1930 wurde er der Inhaber der Firma und dann der Geschäftsführer, wonach er die Firma an seine Frau überschrieb [1016]. Von 1916 bis 1918 leistete er Kriegsdienst in Würzburg. Er war Mitglied im Geselligkeitsclub Casino, im Kulturbund Deutscher Juden und förderndes Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten. [1016] Ab 1933 wurde ständiger Druck seitens des NS-Regimes auf das Geschäft ausgeübt; rund 40 Angestellte mußten entlassen werden. Im Oktober 1936 wurde er in kurze Schutzhaft genommen wegen eines Geschäftsganges in die Faulenberg-Kaserne. 1937 ermittelte die Gestapo gegen ihn wegen angeblicher Preistreibere u.ä. [1016] Um 1937 mußte die Familie das Geschäft (großes Firmengebäude mit Gleisanschluß) und das angeschlossene Wohnhaus aufgeben und in das Haus einer anderen Familie ziehen. Im Novemberpogrom 1938 wurde Josef Kastanienbaum festgenommen; nach sechs Wochen wurde er aus den KZ Buchenwald entlassen. Bald danach zwangsweiser Umzug in zwei Zimmer des "Jüd. Unterkunftheimes" (Judenhaus) in er Bibrastr. 6. Er mußte Zwangsarbeit beim städtischen Tiefbauamt Würzburg leisten . Die geplante Emigration in die USA scheiterte. Am 27. November 1941 wurde er mit seiner Frau nach Riga-Jungfernhof deportiert, wo sie eine Tochter und deren Ehemann trafen. Sie wurden alle vier in den folgenden Wochen in der nahen Umgebung erschossen.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.