Thekla Kraus geb. Rothstein (1899 - 1940)

Thekla Kraus geb. Rothstein wurde am 17.09.1899 in Mainstockheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mainstockheim, Würzburg, Mönchengladbach, Werneck, Eglfing (Haar), Tötungsanstalt Hartheim. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Rothstein Betty geb. Kahn (22.07.1871–00.05.1944) und Rothstein Emil (07.10.1863–18.10.1935).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kraus Karl Leo, die Ehe wurde am 1929 in Würzburg geschlossen.

Sie starb am 20.09.1940 in Hartheim.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmänische Angestellte, Hausfrau. Thekla Rothstein wuchs in der Weinhändler-Familie Emil und Betty Rothstein in der unterfränkischen Gemeinde Mainstockheim, Landkreis Kitzingen, und in der Stadt Würzburg auf, besuchte die Volksschule in Mainstockheim und eine private Mittelschule in Würzburg. Nach ihrer Berufsausbildung arbeitete sie bis 1929 in der väterlichen Firma "Emil Rothstein", Spirituosenfabrik und Weinhandlung. Anhängerin der Deutsche Demokratische Partei. Nach ihrer Heirat 1929 lebte sie anscheinend in der Stadt Mönchengladbach, um 1938 dann getrennt wieder in Würzburg. 1938 wurde sie vom nichtjüd. Ehemann geschieden und verlor damit den relativen Schutz der "Mischehe". Im Juli 1938 wurde sie von der Gestapo-Stelle Würzburg im Fall Rosa Blättner vernommen. Wohl durch die Ereignisse nervlich zerrüttet, kam die Frau im August 1939 in die unterfränkische Heil- und Pflegeanstalt in Werneck und wurde dann im Herbst 1940 ein Opfer der Euthanasiemorde in der NS-Zeit. Sie wurde in der Hartheim ermordet - nicht wie früher angenommen in ein Todeslager im Raum Lublin deportiert. [1016][1002][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.