Gella Kuttner geb. Bamberger wurde am 07.05.1867 in Fischach geboren und lebte in Fischach, Gostyn, Aschaffenburg, Schokken, Berlin, Würzburg.
Ihre Eltern waren Bamberger Adelaide, Adelheide geb. Tedesco (21.08.1834–30.05.1901) und Bamberger Simon (19.07.1832–09.12.1897).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kuttner Sally, die Ehe wurde am 27.12.1892 in Aschaffenburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Kuttner Frieda (04.10.1898) und Kuttner Semmi (12.11.1893).
Sie starb am 1936 in Berlin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Verwalterin. Sie wuchs in der Rabbinerfamilie Simon und Adelheid Bamberger in der bayerisch-schwäbischen Marktgemeinde Fischach und, ab 1882, in der Stadt Aschaffenburg auf. 1892 heiratete sie dort den Lehrer Sally Kuttner aus der damals preußischen Provinz Posen. Die junge Familie mit den Kindern Frieda und Semmi lebte zunächst in der Stadt Gostyn und zog Ende 1905 dann von Aschaffenburg nach Würzburg. Gella Kuttner übernahm hier mit ihrem Ehemann die Verwaltung der Isr. Lehrerbildungsanstalt mit dem angeschlossenen Internat für die damals nur männlichen Lehrerstudenten in der Bibrastraße 6. Sie leistete hier die Hauptarbeit, während ihr Ehemann ("wirkt nur repräsentativ") an dem Seminar unterrichtete. Beide führten in iherer Dienstwohnung in dem Gebäude auch Nebentätigkeiten aus, um ihr Gehalt aufzubessern: Stickereien auf Bestellung (1914), Verkauf von Seife (1915). Die Familie erhielt 1913 die bayerische Staatsbürgerschaft, zog aber dann Ende 1915 nach Schokken in der Provinz Posen. Wohl infolge der ethnischen Spannungen zwischen Deutschen und Polen nach dem I. Weltkrieg verlegte sie dann ihren Wohnsitz nach Berlin. Gella Kuttner verstarb dort 1936, ein Jahr vor ihrem Ehemann. [1016][1023; Fischach] Trauzeugen: Goldschmidt,Salomon, 31 Jahre,Kaufmann,Aschaffenburg,Badergasse 18 Sohlberg,Jakob Hartog, 35 Jahre,Kaufmann,Amsterdam,Johannesburgerstraße 33 [1073].