Ludwig Mannheimer (1928)

Ludwig Mannheimer wurde am ?16.06.1928 in Giebelstadt geboren und lebte in Giebelstadt, Würzburg, Schweden, Stockholm.

Seine Eltern waren Mannheimer Otto (01.09.1899–21.11.1967, 08.09.1968) und Mannheimer Regina (Dina) geb. Zorn (26.09.1900–16.09.1977).

Weitere Angaben aus den Quellen: Als jüngstes von vier Kindern der Viehhändlerfamilie Otto und Regina Mannheimer in der unterfränkischen Marktgemeinde Giebelstadt, Landkreis Würzburg, aufgewachsen. Ludwig lebte mit der Familie spätestens ab Januar 1938 in der Stadt Würzburg und besuchte hier die Jüd. Volksschule. Während sein Vater und die älteren Geschwister Siegfried/Oded und Ruth noch vor dem Kriegsausbruch 1939 emigrieren konnten, blieb Ludwig mit seinem Bruder Sali bei der "arisischen" Mutter (Arier) in Würzburg zurück. Die Restfamilie und die dann deportierte Großmutter Ida Mannheimer waren, wie einige andere nach dem NS-Jargon "Privilegierte Juden", zuletzt im "Judenhaus" Domerschulstraße 25 einquartiert. 1942 wollten der 14jährige Ludwig und der 16jährige Sali nach Schweden zur Schwester emigrieren, was ihnen im März des Jahres trotz der Genehmigung der schwedischen Gesandtschaft von der Gestapo-Stelle Würzburg verweigert wurde. Ludwig Mannheimer konnte dann zu einem unbekannten Zeitpunkt doch ausreisen und blieb in Schweden; er lebte lange Zeit in Stockholm-Bandhagen. [1016] -Deutschsprachige Emigration nach Schweden 1933-1945.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.