Lothar Frank (1906 - 1942)

Lothar Frank wurde am 04.10.1906 in Laudenbach bei Karlstadt geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Laudenbach bei Karlstadt, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Frank Ricka geb. Klein und Frank Wolf Loeb.

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Frank Rosa geb. Hamburger.

Seine Kinder waren Frank Karl (15.01.1937–1942) und Frank Wolf (19.11.1935–1942).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Lothar Frank wohnte mit seiner Frau Rosa und seinen Söhnen Karl und Wolf oberhalb des Kriegerdenkmals in Laudenbach. Die Familie führte in der dritten Generation einen weitreichenden Textil- und Tuchhandel, außerdem verkaufte sie Nähmaschinen und Fahrräder. Am 10.11.1938 plünderten SA-Leute ihr Wohnhaus, das Geschäft und das Lager. Lothar Frank wurde verhaftet, in das Gefängnis nach Karlstadt, dann nach Würzburg und schließlich in das Konzentrationslager Dachau gebracht. Im Januar 1939 wurde er krank wieder entlassen. In seiner Abwesenheit hatte die Gestapo die Waren des Geschäfts in einem Gesamtwert von ca. 7500 RM verkauft. Nach seiner Rückkehr verständigte ihn die Gestapo, dass sie das Warenlager für 1890 RM verkauft hätten und standen ihm diesen Betrag zu. Mit den Waren wurde ein Kleidergeschäft in Karstadt beliefert und die Plünderer haben sich wohl auch selbst versorgt. Am 03.12.1939 wurde ein Treuhänder eingesetzt. Anfang 1942 wurde die Familie nach Krasniczyn in Polen deportiert und daraufhin im Raum Lublin ermordet. Lothar Franks Bruder Max Frank konnte nach Palästina auswandern und bemühte sich, nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches, mehr über das Schicksal seiner Familie zu erfahren. Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: Zeitzeugenaussagen, Archiv Georg Schnabel.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.