Martin Marx wurde am 27.05.1889 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, München, Frankfurt am Main, Berlin, KZ Auschwitz, KZ Esterwegen, KZ Dachau, Berlin-Wilmersdorf. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Marx Aron (28.12.1857–08.10.1942) und Marx Klara geb. Mayer (21.02.1859–08.08.1923).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Marx Julie geb. Lomnitz, die Ehe wurde am 20.10.1919 in Aschaffenburg geschlossen.
Seine Kinder waren Marx Ernst (09.08.1920) und Marx Klärle (Klara) (26.06.1924).
Er starb am Nov. 1942 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. jur. et rer. pol. Martin Marx wuchs mit seiner jüngeren Schwester Mira Silbermann in der Kaufmannsfamilie Aron und Klara Marx in Würzburg auf. Er besuchte ein Gymnasium in der Stadt und studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach seiner Promotion (1911?) machte er ein Rechtspraktikum in Würzburg. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer an der Palästinafront; Feldlazarett-Inspektor, Eisernes Kreuz II, Bayerisches Militärverdienstkreuz II.Klasse mit Krone. Martin Marx, der 1919 in Aschaffenburg die Lehrerstochter Julie Lomnitz geheiratet hatte [1073], ging im gleichen Jahr als Rechtsanwalt nach München. Bald darauf (1920?) wurde er vom Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zum Syndikus des hessischen Landesverbandes in Frankfurt bestellt. Er trat in dieser Funktion als aktiver Gegner der völkischen Verbände, später der Nazis in Hessen hervor. NS-Zeit: Bereits im Frühjahr 1933 zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt (im Zusammenhang mit der Verfolgung des Leiters der politischen Polizei in Frankfurt); anschließend "Schutzhaft" im KZ Esterwegen. Nach seiner Entlassung durfte er nicht mehr nach Frankfurt zurück und zog mit seiner Familie nach Berlin. 1934-1938 Arbeit im "Aufbringungswerk des Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau" bei der Reichsvertretung Deutscher Juden in Berlin. Im Novemberpogrom 1938 wurde Martin Marx in München festgenommen; aus dem KZ Dachau entlassen. Er lehnte die Emigration für sich ab. Martin Marx wurde im November 1942 mit seiner Frau und den Kindern Ernst und Klara von Berlin nach Auschwitz deportiert. [1016] Quellen: -E.G. Lowenthal, Bewährung im Untergang, Ein Gedenkbuch im Auftrag des Council of Jews from Germany, London, 1965, 128 ff. -Dirk Lüerßen, „Wir sind die Moorsoldaten“, Die Insassen der frühen Konzentrationslager im Emsland 1933 bis 1936, Dissertation Osnabrück, 2001. -jewishgen.org.