Isay (Schaya), Isay Ostrach wurde am 09.04.1873 in Balta geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Balta, Odessa, Plauen, Frankfurt am Main, Würzburg, Paris, KZ Auschwitz, Lager Drancy. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Ostrach (Oistrach) Chaja geb. Chordorov (um 1850) und Ostrach (Oistrach) David (um 1845).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ostrach Rosa Gita geb. Kowler, die Ehe wurde am 1900 in Nikolajew/Rußland geschlossen.
Seine Kinder waren Ringart Paula (Paule, Polja), Paula geb. Ostrach (02.05.1906) und Ostrach Leo Isay (16.10.1901–16.12.1981).
Er starb am 14.11.1942 in KZ Auschwitz.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Isay Schaya Ostrach (auch Oistrach) wuchs in der Kaufmannsfamilie David und Chaja Ostrach in Odessa auf. Er leistete 1894-1897 seinen Militärdienst in Rußland. Früh in der zionistischen Bewegung engagiert; 1905 Zeitzeuge des schweren antijüd. Pogroms in Odessa. Isay Ostrach lebte ab 1909 in Deutschland, zunächst in der sächsischen Stadt Plauen, ab 1911 in Frankfurt). Er zog Ende 1914, als Ausländer aus Frankfurt ausgewiesen, mit der Familie nach Würzburg. Im I. Weltkrieg als Zivilgefangener interniert mit täglicher Meldepflicht. Danach erhielt er über mehrere Jahre nur eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Er verlor durch die Option für die weißrussische Seite im Bürgerkrieg (Weißrussland) seine Staatsangehörigkeit. In Würzburg beruflich tätig als Inhaber einer Fass-handlung; er arbeitete daneben als Wein-Kommissionär und -Vertreter (1933). Vorsitzender der (ostjüd.) Isr. Darlehenskasse in Würzburg. NS-Regime: Von der Gestapo-Stelle Würzburg als "fanatischer Ostjude" (Ostjuden) eingeschätzt und wiederholt vernommen wegen Spionageverdachts und anderer nicht haltbarer Vorwürfe. Die Familie musste 1936 ihre langjährige Wohnung in der Mergentheimer Straße 6 räumen. Im Februar März 1938 emigrierte Isay Ostrach mit seiner Frau Rosa zu den Kindern Leo und Paula nach Paris. [1016] Er wurde im November 1942 vom Sammel-Drancy ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und nach der Ankunft ermordet; seine Frau und die Kinder überlebten in Frankreich. [1003][1005][1095].