Wilhelm Reinstein (1889 - 1942)

Wilhelm Reinstein wurde am 12.12.1889 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Reinstein Lotte geb. Stiefel (27.03.1866–29.05.1943) und Reinstein Martin (20.04.1858–13.12.1921).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Reinstein Irma geb. Strauss, die Ehe wurde am um 1940 in Würzburg geschlossen.

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Wilhelm Reinstein wurde 1889 geboren und wuchs als ältestes von fünf Kindern in der Weinhändlerfamilie Martin und Lotte Reinstein, geb. Stiefel, in Würzburg auf. Sein Elternhaus war am Friedrich-Ebert-Ring 34. Er besuchte die Volksschule und sechs Klassen lang das Wirsberg-Gymnasium (Altes Gymnasium). Danach ging er auf das Realgymnasium Würzburg. Nach einer Lehre in der Weinbranche war er drei Jahre zur weiteren Ausbildung in Bingen, Rheinland-Pfalz. 1908 trat er in das elterliche Geschäft "Gebrüder Reinstein" ein. Er arbeitete hier größtenteils als Reisender. Zwischen 1916 und 1918 leistete er Kriegsdienst und war Kriegsteilnehmer im 31. Bayerischen Infanterieregiment. Er erhielt das Eisernes Kreuz II. Klasse und andere Auszeichnungen. Später war er zusammen mit seiner Mutter und dem Onkel Alfred Reinstein Teilhaber der Familienfirma. Wilhelm Reinstein war Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten und im Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg. Im September 1936 wurde er wegen eines homosexuellen Delikts vom Landgericht Waldshut zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt und war bis März 1937 inhaftiert. Im Novemberpogrom 1938 wurde er wieder festgenommen und am 01. Dezember zur Liquidation der Firma aus dem KZ Buchenwald entlassen. Um 1940 heiratete er Irma Strauss. Mit ihr wurde Wilhelm Reinstein am 27. November 1941 von ihrem letzten Quartier im "Judenhaus" Friedenstraße 26 nach Riga in das Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. [1016][1003][1057][1078] Über sein weiteres Schicksal ist nichts mehr bekannt. Er wurde für tot erklärt. [1003] Anmerkung: weitere Quelle, s. ancestry.com (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München; Kriegsstammrollen).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.