Fred Reiss geb. Reiß, Alfred (1902 - 1969)

Fred Reiss geb. Reiß, Alfred wurde am 13.05.1902 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Penarth, Wales, Philadelphia, PA, Lebanon.

Seine Eltern waren Reiß (Reiss), Reiss Hermann (10.02.1860–21.05.1937) und Reiß (Reiss) Sofie geb. Hanauer (13.01.1867–15.11.1941).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Reiss (Reiß), Reiss Lotte Amalie geb. Hirsch, die Ehe wurde am 1925 in Worms geschlossen.

Seine Kinder waren Rosenblatt Renate geb. Reiss (04.05.1931–12.10.2015) und Reiss Kurt W. geb. Reiß, Kurt Werner (19.09.1927).

Er starb am Mai 1969 in Lebanon.

Weitere Angaben aus den Quellen: Fabrikant; Dr. jur. Alfred (Fred) Reiss wuchs in der Fabrikantenfamilie Hermann und Sofie Reiß in Würzburg auf. Nach der Volksschule besuchte er hier das Realgymnasium. 1919, als 17jähriger, war er Freiwilliger im konterrevolutionären Freikorps Würzburg. Er studierte dann Rechtswissenschaften in München und an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Nach der Promotion 1924 Eintritt in die elterliche Branntweinbrennerei und Likörfabrik "M. Hanauer & Sohn"; ab 1926 Mitinhaber. Später auch Vorstandsmitglied der "Moenania-Kellereien AG Würzburg" (Frucht- und Schaumweine). Ehrenamt: 2.Vorsitzender des Jüd. Turn- und Sportvereins (ITUS) Würzburg, Schriftführer der Honoratiorenvereinigung Club 1912; Mitglied Frankenloge Bne Briss, Gesellschaft Casino (Casinogesellschaft), Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Kulturbund Deutscher Juden. NS-Regime: April 1937 zweitägige Gestapo-Haft bei einer Aktion gegen jüd. Gesellschaften und Vereine in Würzburg. Ab Mai 1938 inhaftiert wegen angeblicher "Rassenschande" mit einer Angestellten (vor Erlass der Nürnberger Gesetze von 1935); im September Freispruch durch das Landgericht Würzburg; danach bis Jauar 1939 "Schutzhaft" in Würzburg. Entlassen unter der Auflage der sofortigen Emigration. Alfred Reiß ging im Februar/März 1939 mit der Familie nach wikien(Penarth)/Wales; 1940 weiter nach Philadelphia; ab 1951 in wikien(Lebanon, Pennsylvania), USA. Nach Übergangstätigkeiten als Arbeiter war er als Buchprüfer tätig. [1016] Sein Doktortitel wurde ihm vom NS-Regime entzogen; 2011 namentliche Rehabilitierung durch die Universität Würzburg. Quellen: -Alfred Reiss, Juristische Personen als Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft, 1923 (Dissertation Universität Würzburg 1924 - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de) -Depromotionen an der Universität Würzburg 1933-1945; Rehabilitationsbeschluss 2011 (uniarchiv.uni-wuerzburg.de - "Alfred Reiß").

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.