Johanna Rindsberger geb. Rosenstock wurde am 09.09.1886 in Röllbach geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Röllbach, Würzburg, Windsheim, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Rosenstock Elias (15.01.1860–23.12.1917) und Rosenstock Jette geb. Sichel (20.12.1861–31.10.1914).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rindsberger Max, die Ehe wurde am 13.11.1910 in Röllbach geschlossen.
Sie starb am 10.1944 in KZ Auschwitz.
Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Friedhof in Reistenhausen".
Weitere Angaben aus den Quellen: Johanna Rindsberger wuchs als ältestes von anscheinend sieben Kindern der Kaufmannsfamilie Elias und Jette Rosenstock in der unterfränkischen Gemeinde Röllbach, Landkreis Miltenberg, auf. [1079] Sie war ab etwa 1910 mit dem Handwerker Max Rindsberger in der mittelfränkischen Stadt Bad Windsheim verheiratet; 1911 und 1913 wurden dort ihre Kinder Sofie und Martin geboren. NS-Regime: Das Ehepaar Rindsberger wurde nach dem Novemberpogrom 1938 mit den letzten jüd. Einwohnern aus seiner Heimatstadt vertrieben; Windsheim erklärte sich im Januar 1939 für "judenfrei". [1023] Ende November 1938 kamen beide nach Würzburg. Sie wohnten zunächst in der Rottendorfer Straße (damals Ludendorffstraße), später in den Heimen Konradstraße 3 und Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. In der Gestapoakte ist ein fast eine ganze Seite umfassender Vorgang dokumentiert, wonach ihr die `polizeiliche Erlaubnis zur einmaligen Benutzung der Reichsbahn für eine Fahrt zwischen Würzburg und Urspringen und Mellrichstadt und zurück vom 19. bis 31. März 1942 erteilt wird`. [1090] Am 23.September 1942 wurden beide ins Theresienstadt deportiert. [1016] Johanna Rindsberger musste dort den Tod ihres Mannes erleben, ehe sie im Oktober 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt wurde. [1003][1005][1027].