Fanny Rosenthal geb. Friedmann wurde am 16.04.1884 in Frankenwinheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Frankenwinheim, Mittelsinn, Fischach, Ghetto Piaski, Raum Lublin, Aschaffenburg, München. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Friedmann Simon und Friedmann Regina geb. Bamberger.
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenthal Nathan, die Ehe wurde am 17.04.1912 in Würzburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Stein Berta geb. Rosenthal (09.08.1913) und Rosenthal Martin (10.04.1917–08.11.2011).
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Fanny Rosenthal stammte aus der unterfränkischen Gemeinde Frankenwinheim, Landkreis Schweinfurt, wohl aus einer der dort schon um 1800 ansässigen Familien "Friedmann". Unter den 22 Haushalten mit einer Matrikelstelle finden sich dort die Familien "Samson Moises Friedmann (Viehhandel und Schlachten)" und "Sandel Isaac Freudmann (Viehhandel, Bänder- und Schnürenhandelschaft)". [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Fanny war seit 1912 mit dem Kaufmann Nathan Rosenthal in der Gemeinde Mittelsinn, Landkreis Main-Spessart, verheiratet. Zu ihr gehörten mindestens zwei Kinder: Berta sowie der in Würzburg ausgebildete Lehrer Martin Rosenthal[1016] Nach dem Novemberpogrom 1938 floh das Ehepaar Rosenthal in die bayerisch-schwäbische Marktgemeinde Fischach, wo die Tochter Berta mit Mann Ludwig und gerade geborenen Sohn Samy lebte [1078]. Fanny Rosenthal wurde am 4. April 1942 mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem Enkel Samy Stein von Fischach über Augsburg und München ins Ghetto Piaski deportiert und wohl noch im gleichen Jahr im Raum Lublin ermordet. [103][1005][1064] Dem Sohn Martin und dem Schwiegersohn Ludwig Stein, der ebenfalls Lehrer war, war die Emigration gelungen [1078].