Nathan Rosenthal (1882 - 1942)

Nathan Rosenthal wurde am 05.11.1882 in Mittelsinn geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Mittelsinn, Aschaffenburg, Fischach, München, Ghetto Piaski, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Rosenthal Julius (Jan. 1933) und Rosenthal Babette geb. Güntersheimer (04.01.1932).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenthal Fanny geb. Friedmann, die Ehe wurde am 17.04.1912 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Stein Berta geb. Rosenthal (09.08.1913) und Rosenthal Martin (10.04.1917–08.11.2011).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Nathan Rosenthal wurde als Sohn des Kaufmanns Julius Rosenthal und seiner Ehefrau Babette in Mittelsinn geboren und wuchs dort auf [1052]. Er heiratete im April 1912 die in Frankenwinheim geborene Fanny Friedmann, Tochter des dort lebenden Viehhändlerehepaars Simon und Regina Friedmann [1052]. Das Ehepaar wohnte in Mittelsinn, 1913 wurden dort die Tochter Berta, 1917 der Sohn Martin geboren [1052]. Um 1925 war Nathan Rosenthal Vorsteher der jüdischen Gemeinde [1023]. 1936 verlobte sich seine Tochter Berta mit dem Lehrer Ludwig Stein in Burghaslach [1023, 1078], das Paar heiratete und zog 1937 nach Fischach. Der Sohn Martin, der ebenfalls Lehrer geworden war, arbeitete zuletzt in Aschaffenburg und konnte im Mai 1940 nach New York auswandern [1052]. Im März 1938 brachen nach dem "Anschluss" Österreichs im Bereich von Gemünden antijüdische Unruhen aus: in Mittelsinn wurden jüdische Geschäfte aufgebrochen, Fenster eingeschlagen, die Synagoge teilweise verwüstet. Bald danach verließ die Mehrzahl der jüdischen Einwohner den Ort, weitere folgten nach dem Novemberpogrom 1938, bei dem die Inneneinrichtung der Synagoge und die Ritualien völlig zerstört und jüdische Wohnungen überfallen wurden [1023]. Nathan und Babette Rosenthal flohen Mitte November 1938 zunächst zu ihrem Sohn Martin nach Aschaffenburg, Ende November von dort zu ihrer Tochter Berta nach Fischach [1052][1078]. Nathan Rosenthal und seine Ehefrau Fanny sowie die Tochter Berta mit ihrem 1938 geborenen Sohn Sami wurden im April 1942 über München, Judenlager Milbertshofen ins Ghetto Piaski deportiert [1003][1005][1064]. Sie sind alle wohl noch im gleichen Jahr im Raum Lublin ermordet worden. Die Verwandten Miriam Avikhail und Shmuel Katz erinnerten 1994 bzw. 2009 in Yad Vashem in Pages of Testimony an sie [1005]. Wie der Sohn Martin konnte auch der Schwiegersohn Ludwig nach New York emigrieren [1078].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.