Hedwig Johanna, Hedwig Kaufmann geb. Emanuel (1893 - 1942)

Hedwig Johanna, Hedwig Kaufmann geb. Emanuel wurde am 16.12.1893 in Friedberg (Hessen) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Friedberg, Aschaffenburg, Ludwigshafen, Bentschen, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin, Mannheim, auf Reisen. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Manuel, Emanuel Julius (06.03.1864–25.05.1943) und Emanuel, Manuel Henriette, Jettchen geb. Jakob (08.02.1861–23.03.1928).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kaufmann Meier (Meyer, Mejer) gen. Max, die Ehe wurde am 12.09.1927 in Ludwigshafen geschlossen.

Ihr Kind war Kaufmann Martin (17.08.1929–unbekannt).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hedwig Emanuel wuchs als viertes von acht Kindern in der Familie des Julius Emanuel und seiner Ehefrau Henriette in Friedberg und Aschaffenburg auf. Im September 1927 heiratete Hedwig Meier Kaufmann. Zwei Jahre später, am 17. August 1929, bekam das Paar den gemeinsamen Sohn Martin. Sie wohnten in Ludwigshafen. Vermutlich war die Familie arm und Meier hatte seine Werkstatt in einem Zimmer in der Wohnung. Am 28. Oktober 1938 wurden alle drei im Rahmen der sogenannten Polenaktion nach Zbaszyn deportiert. Hedwig kam über mehrere Stationen im September 1939 zurück nach Deutschland, nach Aschaffenburg, wo sie schon seit 1894 gelebt hatte und ihre Kindheit verbracht hatte. Dort lebte sie bis April 1942. Am 23. April 1942 wurde Hedwig über den Sammelpunkt Würzburg in nach Krasniczyn deportiert. Dies war ein Sammelpunkt für die Transporte in die Vernichtungslager Sobibor, Belzec, Treblinka und Auschwitz. Das Durchgangslager Krasniczyn wurde am 6. Juni 1942 geschlossen. Es ist anzunehmen, dass Hedwig entweder in einem dieser Vernichtungslager oder mit tausenden anderen Juden im Ghetto Krasniczyn und Umgebung 1942 ermordet wurde. Das genaue Schicksal ihres Mannes Meier und ihres Sohnes Martin, die nach der Internierung in Zbaszyn nach Wilna verzogen, ist unbekannt. Hedwigs Vater Julius wurde im September 1942 über Würzburg in das Ghetto Theresienstadt deportiert und verstarb dort im April 1943.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.