Jakob Brandstädter wurde am 22.01.1897 in Brzesko geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Brzesko, Krasniczyn, Raum Lublin, Aschaffenburg, Goldbach, Frankfurt am Main. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Brandstädter Moses (1933) und Brandstädter Dvora, Debora geb. Landau (11.02.1872–unbekannt).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Brandstädter Mina geb. Rothschild, die Ehe wurde am 26.10.1920 in Goldbach geschlossen.
Seine Kinder waren Brandstädter Heinz (26.08.1921–1942), Brandstädter Lore (Lora Dina) (27.04.1929–1942) und Brandstädter Josef (27.10.1923–1942).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Brandstädter war der Ehemann von Minna Brandstädter. Trauzeugen waren sein Schwiegervater, der Kaufmann Josef Rothschild und der Kaufmann Salomon Rothschild Er zeigte 1921 den Sterbefall seines Schwiegervaters Josef Rothschild an. Er arbeitete als Kaufmann und zog am 10.11.1938 nach Aschaffenburg. Er wurde am 29.11.1938 inhaftiert und in das Konzentrationslager Dachau gebracht, wo er am 05.01.1939 wieder entlassen wurde. Daraufhin zog die Familie wieder nach Goldbach. Am 28. März 1942 versuchte das Arbeitsamt Aschaffenburg, der vorgesehenen `Evakuierung` von 46 nicht näher genannten jüdischen Personen, die in örtlichen Zulieferbetrieben der Rüstungsindustrie arbeiteten, `wegen des völlig unmöglichen Ersatzes` zu widersprechen. Kurz darauf, am 1 April, hielt die Gestapo Würzburg in einem Vermerk fest, dass das Arbeitsamt außer sechs namentlich genannten Juden - darunter Jakob Brandstätter und seine beiden Söhne Heinz und Josef, die in der Faßholzfabrik Goldbach arbeiteten - alle anderen zur `Evakuierung` freigibt. 14 Tage später, am 14. April 1942 schließlich der Gestapovermerk, dass das Arbeitsamt alle Juden in seinem Dienstbereich für eine `Evakuierung` freigibt. [1090] Am 25.04.1942 wurde er mitsamt seiner Familie nach Krasniczyn in Polen deportiert und dort ermordet. [1056] Quelle: Seite "Wir wollen uns erinnern", dort angegeben: „Verzeichnis jüdischer Bürger von Goldbach zur Zeit des Dritten Reiches“ , S. 3.