Irma Selig geb. Bing wurde am 22.01.1899 in Fürth geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wald von Bikernieki, Riga-Jungfernhof, Fürth, Würzburg, Nürnberg. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Bing Max und Bing Paula geb. Midas.
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Selig Alfred, die Ehe wurde am 05.03.1930 in Fürth geschlossen.
Ihre Kinder waren Selig Ferdinand Max (08.12.1930–26.03.1942) und Selig Friedrich (24.05.1933–26.03.1942).
Sie starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.
Weitere Angaben aus den Quellen: Irma Selig wuchs als Tochter des Fabrikbesitzers Max Bing und dessen Frau Paula geb. Midas in Fürth, Mittelfranken, auf; ihr Vater war Teilhaber der Firma "S. Bing chromolithische Kunstanstalt". [1034] Ab 1930 war sie mit dem Kaufmann Alfred Selig in Würzburg verheiratet; Mutter von Ferdinand Max und Friedrich. NS-Zeit. Irma war Mitglied im Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg. Mit ihrem Mann und den Kindern suchte sie anscheinend um 1938 Zuflucht in ihrer Heimatstadt Fürth. Nach der "Schutzhaft" ihres Mannes im KZ Dachau zog die Familie im Dezember 1938 in die Nachbarstadt Nürnberg, musste dann aber zurück nach Würzburg, wo sie in beengten Verhältnissen im "Judenhaus" Bibrastraße 6 einquartiert wurde. Für Alfred findet sich in der Folge die Berufsbezeichnung "Hilfsarbeiter" - er musste Zwangsarbeit leisten. [1057] Irma wird hier als "Wohlfahrtspflegerin" bezeichnet, was sich vielleicht auf eine damalige Tätigkeit für die Kultusgemeinde Würzburg bezieht. Die Emigrationsbemühungen der Familie scheiterten (1940 New Haven zu Irmas Onkel Lothar Midas). Am 27. November 1941 wurde sie mit ihrem Mann und den Kindern nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1016] Für Irma Selig und ihre Söhne ist die Massenerschießung im Wald von Bikernieki am 26. März 1942 belegt. [1003].