Ernestine Seligsberger (1864 - 1939)

Ernestine Seligsberger wurde am 24.12.1864 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg.

Ihre Eltern waren Seligsberger Bertha geb. Weinberger (Sept. 1837–06.04.1911) und Seligsberger Salomon (30.05.1831–20.06.1888).

Sie starb am 20.10.1939 in Würzburg.

Die Grabstätte befindet sich im "Würzburg-Heidingsfeld".

Weitere Angaben aus den Quellen: Geschäftsfrau. Ernestine Seligsberger wuchs als zweites von sieben Kindern der Möbel- und Kunsthändlerfamilie Salomon und Bertha Seligsberger in Würzburg auf. Ihr Elternhaus war am Johanniterplatz 2. 1905 übernahm Ernestine mit ihren Brüdern Simon und Sigmund das von ihrem Vater gegründete und von der verwitweten Mutter fortgeführte Familienunternehmen Seligsberger, das zu den bedeutendsten der Branche im Deutschen Reich zählte. NS-Zeit: Nach dem Tod von Simon Seligsberger (1931) führten die Geschwister Ernestine und Sigmund die Firma ("S. Seligsberger Witwe") als Teilhaber. Anfang 1937 wurden beide aus der NS-Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen; erzwungene Schließung und "Arisierung" des Familiengeschäfts. Nach dem Wegzug ihres Bruders Sigmund 1938 blieb Ernestine als letzte der Familie in Würzburg. 1939 musste sie ihr Anwesen verkaufen ("von der NSDAP übernommen"). Zuletzt lebte sie im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung. Sie verstarb dort im Oktober 1939 mit 74 Jahren. [1016] Ernestine Seligsberger wurde wie ihre Eltern im Jüd. Friedhof Heidingsfeld beerdigt. [1065] Ihr Bruder Sigmund und seine Familie wurden im Holocaust ermordet.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.