Ernst Salomon Seligsberger (1919 - 1942)

Ernst Salomon Seligsberger wurde am 01.09.1919 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Schweiz, Utrecht, Lager Westerbork, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Seligsberger Sara geb. Wolff (26.06.1885–21.05.1943) und Seligsberger Sigmund (11.02.1875–21.05.1943).

Er starb am 30.09.1942 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ernst Salomon Seligsberger wuchs mit seinem jüngeren Bruder Leo in der führenden Kunsthändlerfamilie Sigmund und Sara Seligsberger in Würzburg auf. NS-Zeit: Ernst besuchte bis 1935 die Oberrealschule Würzburg und war Mitglied im Jüd. Jugendbund (Jüdische Jugendbewegung) und anderen jüd. Vereinen der Stadt. Im Oktober 1935 setzte er seine gefährdete Ausbildung an Internaten in der Schweiz (Neuchâtel, Genf) fort. [1016] Nach seinem Abschluss mit fremdsprachlicher Ausrichtung war er in Lausanne als Sportlehrer tätig. Im Dezember 1938 emigrierte er, wie später seine Eltern, zu Verwandten in die Niederlande und bildete sich als Sportlehrer und Physiotheraput weiter. Ernst Seligsberger wohnte mit seinen Eltern in Utrecht. [1026] Er wurde im Juli 1942 mit einer Gruppe früher Lagerinsassen [1026] vom Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz deportiert und nach wenigen Wochen ermordet. Sein behinderter Bruder Leo war bereits 1941 ums Leben gekommen; seine Eltern wurden 1943 von Westerbork deportiert.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.